WD-40: Der Trick mit dem Knick
Wie eine Idee den Einsatz von Spraydosen revolutionierte zeigt ein Blick in die tägliche Praxis mit WD-40 und dem „Smart Straw“.
„Gut Ding will Weile haben“, sagt ein altes Sprichwort. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass sich Menschen oftmals so lange mit nicht 100-prozentig durchdachten Erfindungen zufriedengeben müssen, bis eines Tages ein kluger Kopf die Sache zu Ende denkt. Das gilt für tropfende und nicht mehr verschließbare Saft- und Milchtüten genauso wie für Spraydosen im Kfz-Bereich.
So gibt es Fälle, in denen der Werkstattmann den Inhalt einer Spraydose in Form eines großflächigen Sprühnebels benötigt. Bei zahlreichen anderen Anwendungen wiederum ist eine punktueller Strahl von Vorteil. Zum einen bündelt dieser den Doseninhalt besser und sorgt somit für einen sparsamen Verbrauch, zum anderen erreicht der Nutzer damit auch schlecht zugängliche Stellen wesentlich besser.
Keine echten Alternativen
Die Konzepte, die die Sprühchemieanbieter für Rostlöser, Universalschmiermittel und Co. zu bieten haben, kennt jeder zur Genüge – leider. Der eine steckt einen zweiten Sprühkopf in die Kappe der Dose, der andere klebt mit einem Streifen Tesa ein Röhrchen an sein Produkt. In beiden Fällen muss der Mechaniker erst umständlich herumfummeln, bis der Inhalt des Weißblechbehälters in gewünschter Form zur Verfügung steht – ganz davon zu schweigen, dass er winzige Röhrchen oder herumfliegende Dosenkappen erst einmal finden muss.
Dieser Tatsache war sich auch das Unternehmen WD-40 bewusst. Der Hersteller des bekannten und gleichnamigen Universalschmier- und Rostlösemittels, das sich zudem als Konservierungs- und Kontaktspray sowie als Teilereiniger einsetzen lässt, war der schlechten Lösungen überdrüssig. Mit dem „Smart Straw“ (deutsch: das pfiffige Röhrchen) brachten die Amerikaner das auf den Markt, worauf Generationen von Mechanikern bislang verzichten mussten – eine praxisnahe Lösung.
Aufs Köpfchen kommt‘s an!
So verfügt die Dose des Universalmittels über einen sprichwörtlich klugen Kopf. Der als Kombination ausgeführte Zerstäuber ermöglicht dem Anwender im Handumdrehen – und das ist keine Werbefloskel – sowohl großflächiges als auch punktuelles Sprühen. Knickt der Nutzer das Röhrchen nach unten, erhält er einen feinen Sprühnebel. Knickt er das Röhrchen nach oben, kann er gezielt dosieren – kein Suchen und Umbauen irgendwelcher Sprühköpfe.
Bereits von fünf Jahren kam Harald Mäuer, Inhaber einer Freien Werkstatt, mit WD-40 in Kontakt. Der Werkstattausrüster und Teilegroßhändler bot ihm das neu ins Programm aufgenommene Schmier- und Pflegemittel an. Mäurer probierte es aus. „Gut und günstig“ lautete das einfache wie überzeugende Testurteil des Kfz-Meisters. Seitdem kommen bei Auto Mäurer für zahlreiche Schmier- und Pflegeaufgaben die blauen Dosen zum Einsatz. „Aber der Clou ist die Version mit dem Klappröhrchen“, berichtet Mäurer. „Seitdem wir die haben, möchten wir sie nicht mehr missen. Damit haben diese bekannten Provisorien für uns ein für alle Mal ausgedient.“
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