Reifenmontage WDK-Zertifikat – Unbekannt trotz Relevanz

Von Jakob Schreiner 4 min Lesedauer

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Das WDK-Zertifikat für die fachgerechte Reifenmontage bleibt in der Kfz-Branche weitgehend unbekannt. Eine aktuelle Umfrage zeichnet ein ernüchterndes Bild der Zertifizierung, die vor rund einem Jahrzehnt als Qualitätsstandard für die sichere Montage anspruchsvoller Reifentypen etabliert wurde.

Das WDK-Zertifikat wurde vor über einem Jahrzehnt eingeführt, um den besonderen Anforderungen von Runflat- und UHP-Reifen Rechnung zu tragen.(Bild:  Schreiner/»kfz-betrieb«)
Das WDK-Zertifikat wurde vor über einem Jahrzehnt eingeführt, um den besonderen Anforderungen von Runflat- und UHP-Reifen Rechnung zu tragen.
(Bild: Schreiner/»kfz-betrieb«)

Die aktuelle Umfrage unter jeweils 100 freien Servicebetrieben und Markenwerkstätten zeigt unmissverständlich: Die Mehrheit der befragten Betriebe kennt das WDK-Zertifikat überhaupt nicht. Bei den Vertragspartnern haben satte 73 Prozent noch nie davon gehört, bei den freien Werkstätten immerhin noch 62 Prozent. Bei der Bewertung der Ergebnisse sollte beachtet werden, dass vorwiegend Führungskräfte befragt wurden – in Autohäusern größtenteils Geschäftsführer (47 %) und Serviceleiter (22 %), bei freien Betrieben überwiegend Geschäftsführer (51 %) und Inhaber (29 %).

Diese kennen zwar die strategische Ausrichtung, sind aber möglicherweise nicht immer im Detail über die täglichen Werkstattprozesse informiert. In einigen Betrieben könnte durchaus nach WDK-Standards gearbeitet werden, ohne dass die entsprechende Terminologie auf Managementebene bekannt ist. Dennoch bleibt der grundsätzliche Befund einer mangelnden Bekanntheit und Irrelevanz für die Kfz-Betriebe.