BMW-Rückruf Weitere große Takata-Airbagaktionen gestartet

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Eine siebenstellige Stückzahl an Youngtimern der Baureihe E46 erhält nun final Gasgeneratoren ohne Ammoniumnitrat als Treibmittel. Und bei fast 400.000 jüngeren Autos muss kontrolliert werden, ob es eine Lenkradumrüstung gegeben hat.

Zehntausende älterer, hierzulande zugelassener BMWs müssen bei den Servicepartnern vorgefahren werden. (Foto:  BMW)
Zehntausende älterer, hierzulande zugelassener BMWs müssen bei den Servicepartnern vorgefahren werden.
(Foto: BMW)

Bei BMW gibt es wieder Rückrufe aufgrund des Debakels um lebensgefährliche Airbags des japanischen Zulieferers Takata. Zumindest für den 3er der Baureihe E46 waren sie aber absehbar, denn es handelt sich um die letzte Runde der von Haus aus auf mehrere Stufen angelegten Abhilfemaßnahme. Eine Angabe zum Umfang war vom Hersteller nicht in Erfahrung zu bringen, doch noch immer dürfte die Aktion weltweit für etwa 1,5 Millionen Exemplare der Baujahre 1998 bis 2006 relevant sein, davon deutlich über 100.000 in Deutschland.

Schon früher waren die Autos in der Vertragswerkstatt (zum Beispiel im Rahmen der Aktionscodes „0072330100“ und „0072410100“), erhielten damals aber nur einen ebenfalls mit Ammoniumnitrat befüllten Airbag, um das Risiko zumindest wieder zu minimieren. „Die Kombination aus Zeit, hohen Temperaturschwankungen sowie Luftfeuchtigkeit und fahrzeugspezifischen Faktoren beeinflusst maßgeblich die Alterung des Treibsatzes in bestimmten Typen von Takata-Airbag-Gasgeneratoren. Als Folge schreitet die Alterung des Treibsatzes je nach Klimazone, in der die Fahrzeuge betrieben werden, unterschiedlich rasch voran“, wiederholte ein Konzernsprecher die Problematik.

Nun sind endlich Bauteile mit weniger gefährlichem Treibmittel verfügbar, die im Rahmen der Aktionscodes „0032730300“ (Fahrerairbag) und „0072760200“ (Beifahrerairbag) verbaut werden. Für den Tausch eines Airbagmoduls veranschlagte der Sprecher eine halbe Stunde. „Die Dokumentation der durchgeführten Maßnahme erfolgt in den BMW Zentral-Systemen. Der Kunde erhält einen Werkstattauftrag“, sagte er. Wie in der Vergangenheit, gelten auch diese Rückrufe mit denselben Aktionscodes für die Alpina-Modelle des E46.

Fahndung nach Austauschlenkrädern

Die oben genannten neuen Rückrufkennungen wurden vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) noch nicht publiziert. Dafür vermeldete Flensburg Anfang des Monats die Aktionscodes „0032810300“ und „0032790300“. Sie gehen mit den Codes „0032780300“ und „0032800300“ einher, wie andere Behörden melden. Hier geht es um die Modellreihen 1er bis 6er, sowie den X3, X5 und X6 der Baujahre 2007 bis 2016.

Bei 386.696 Einheiten weltweit müssen die Vertragsbetriebe überprüfen, ob es im Laufe des Fahrzeuglebens eine Lenkradumrüstung gegeben hat. Der Fahrerairbag wird geprüft und gegebenenfalls ersetzt, sollte das bisher verbaute Lenkrad mit einem Takata-Airbag ausgerüstet sein. Auf dem Heimatmarkt gilt dies für 69.172 Autos. Durch FIN-Eingabe in ein spezielles Online-Formular lässt sich prüfen, ob ein konkretes Fahrzeug von einem BMW-Rückruf betroffen ist.

Markenmonitor 2025

»kfz-betrieb«-Dossier

Vertriebsnetze – Gute Stimmung, schlechte Stimmung

Der Markenmonitor 2025 beleuchtet, wie zufrieden der Handel mit 28 Marken ist.
(Bildquelle: VCG)

Seat und Cupra sind top, Citroën ist das Schlusslicht im diesjährigen Markenmonitor des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA). Nur warum ist das so? Gibt es Entwicklungspotenzial und wie schätzt die Branche die Fabrikate ein? Um Antworten zu geben, hat »kfz-betrieb« die Markenmonitor-Daten durchgesehen, komprimiert und durch Grafiken anschaulich aufbereitet. Dadurch ist ein Kompendium entstanden, das die Gemütslage des Handels in 28 Vertriebsnetzen durchleuchtet und auf den Punkt bringt. Die Ergebnisse finden Abonnenten im Online-Dossier Markenmonitor 2025.

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