May & Olde: Jahresbilanz 2022 Weniger Volumen, mehr Ertrag

Von Silvia Lulei 2 min Lesedauer

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2022 war das beste Jahr in der Unternehmensgeschichte von May & Olde. Zwar wurden an den sieben Standorten der BMW-Handelsgruppe in Schleswig-Holstein weniger Autos verkauft, dafür aber mit mehr Ertrag.

Sind mehr als zufrieden mit dem Jahresergebnis 2022 von May & Olde: (v. l.) die Gesellschafter Michael May, Christian Rönsch (geschäftsführender Gesellschafter) und Hans Otto Olde.(Bild:  May & Olde)
Sind mehr als zufrieden mit dem Jahresergebnis 2022 von May & Olde: (v. l.) die Gesellschafter Michael May, Christian Rönsch (geschäftsführender Gesellschafter) und Hans Otto Olde.
(Bild: May & Olde)

2022 sei „das beste Jahr“ in der Unternehmensgeschichte von May & Olde gewesen, sagte Geschäftsführer Christian Rönsch am Donnerstag, 20. April, bei der Bilanzpressekonferenz der BMW-Handelsgruppe. An den sieben Standorten des Unternehmens in Schleswig-Holstein wurden insgesamt 1.106 Neu- und Vorführwagen inklusive Großkundenfahrzeuge der Marken BMW, Mini und Alpina verkauft. Der Großkundenbereich erwies sich im vergangenen Jahr mit einem Absatzzuwachs von 22,67 Prozent als starke Stütze für den Vertrieb. Bei den Gebrauchtwagen verzeichnet May & Olde einen Absatz von 2.025 Fahrzeugen und damit einen branchenüblichen Rückgang von 14,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ukrainekrieg, Lieferschwierigkeiten im Neuwagengeschäft, die hohe Inflation und gestiegene Energie- und Zinskosten stellten für May & Olde im vergangenen Jahr eine Herausforderung dar. Dennoch konnte die Autohandelsgruppe trotz aller Schwierigkeiten ihre Ertragssituation verbessern. Im Neu- und Gebrauchtwagenbereich konnte May & Olde den Deckungsbeitrag (DB) III von 4,46 (2021) auf 5,51 Millionen Euro in 2022 steigern. Eine positive Entwicklung konnte auch der Bereich Aftersales verzeichnen: Die Werkstattdurchgänge konnten um drei Prozent auf 37.419 gesteigert werden. Somit stieg der DB III im Aftersales von 4,04 (2021) auf 4,98 Millionen Euro im Jahr 2022 an.

Der Gesamtumsatz des Unternehmens wuchs im Geschäftsjahr 2022 um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 120,7 Millionen Euro. „Angesichts der schwierigen Lieferbedingungen, ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine, ist dies ein äußerst erfreuliches Ergebnis“, sagt Christian Rönsch.

Zu verdanken sei diese positive Entwicklung einigen strategischen Weichenstellungen, sagte Rönsch bei der Bilanzpressekonferenz. Dazu zählte vor allem die konsequente Überprüfung der Prozessabläufe im Verkauf und Servicebereich: Konditionen, Nachlassverhalten, Zielvorgaben, Check-in vor Ort, Ablauf der Direktannahme etc. wurden auf den Prüfstand gestellt und angepasst. Wichtig war für den geschäftsführenden Gesellschafter, dass keine dieser Maßnahmen zulasten der Mitarbeiter ging. Ganz im Gegenteil: Nach Auskunft von Christian Rönsch zahlte May & Olde 2022 „die höchsten Provisionen ever“ aus.

„Wir haben eine gute Größe erreicht“

Die Handelsgruppe beschäftigt insgesamt 218 Mitarbeiter, davon 49 Auszubildende, die alle am Erfolg des Unternehmens teilhaben. Neben drei Sonderprämien erhielten die Mitarbeiter im vergangenen Jahr eine unterjährige Gehaltsanpassung und bekommen nunmehr überdurchschnittliche Gehälter im Vergleich zur BMW-Handelsorganisation. Christian Rönsch sieht die gestiegenen Personalkosten als eine gute Investition in die Zukunft: „Wir sind froh, die Mitarbeiter am Erfolg teilhaben zu lassen. Die nächste Sondergratifikation steht bereits in den Startlöchern.“

May & Olde mit Hauptsitz in Halstenbeck zählt zu den 25 größten BMW-Händler Deutschlands. An eine Expansion denkt Christian Rönsch aktuell nicht. „Wir haben eine gute Größe erreicht“, sagt der Firmenchef. Sein Fokus liegt vielmehr darauf, die erreichte Effizienz seines Teams zu erhalten und auszubauen.

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