Zeitwertgerechte Reparatur Wenn Hightech zur Kostenfalle wird

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 3 min Lesedauer

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Defekte Airmatic- und ABC-Systeme der Mercedes-Baureihen W220 und C215 verursachen hohe Reparaturkosten – der Umbau auf Stahlfederung ist eine Alternative. Doch nicht immer ist die „einfache“ Lösung auch empfehlenswert.

Der Mercedes-Benz CL der Baureihe C 215 stellte vor gut 25 Jahren den Gipfel des damals technisch Machbaren dar. Entsprechend komplex wird es heute, wenn Reparaturen anfallen.(Bild:  Mercedes-Benz)
Der Mercedes-Benz CL der Baureihe C 215 stellte vor gut 25 Jahren den Gipfel des damals technisch Machbaren dar. Entsprechend komplex wird es heute, wenn Reparaturen anfallen.
(Bild: Mercedes-Benz)

Nicht wenige frühere Hightech-Konstruktionen werden durch Alter und Verschleiß zu teuren Sorgenkindern. Bei der Mercedes S-Klasse der Baureihe W220 und dem CL (C215) aus der Zeit von 1998 bis 2005 betrifft das die für die damalige Zeit enorm fortschrittliche Fahrwerkstechnik, die Airmatic-Luftfederung und das noch komplexere ABC-System (Active Body Control).

Während bei der Airmatic hauptsächlich Undichtigkeiten an den Luftfedern und Kompressorschäden auftreten, sind die Herausforderungen beim elektrohydraulischen ABC-System gravierender. Hier werden aus der Werkstattpraxis zusätzlich Leckagen im Hydraulikkreis und Störungen in der elektronischen Regelung berichtet, meldet der Fahrwerksspezialist Bilstein. Diese Defekte können nicht nur teuer werden, sondern auch die Verkehrssicherheit beeinträchtigen.