Dacia „Wenn wir auf Elektroautos umsteigen müssen, werden wir es tun“

Das Gespräch führte Yvonne Simon 10 min Lesedauer

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Bei Dacia läuft es rund, der Marktanteil in Deutschland ist mittlerweile größer als jener der ehemals großen Schwester Renault. Xavier Martinet, der Vertrieb und Marketing des Herstellers verantwortet, erklärt ausführlich, welche Preisstrategie das Unternehmen verfolgt und wie Dacia gleichzeitig so lange wie möglich beim Verbrenner bleiben und sich trotzdem für die Zukunft rüsten will.

Xavier Martinet, Senior Vice President Marketing, Sales & Operations Dacia.(Bild:  Renault)
Xavier Martinet, Senior Vice President Marketing, Sales & Operations Dacia.
(Bild: Renault)

Dacia ist bekannt für günstige Autos, die nur das Nötigste bieten. Damit sind Sie momentan sehr erfolgreich. Gleichzeitig bewegt sich die Branche immer schneller in Richtung Elektromobilität und Automatisierung. Kostet der aktuelle Erfolg Dacia den Fortschritt?

Xavier Martinet: Die Frage, ob Dacia bei aktuellen Technologien und Normen mithalten kann, hören wir seit Jahren – nicht erst jetzt, wo das Verbrenner-Aus ab 2035 beschlossen ist. Wir beweisen mit unseren aktuellen Produkten, dass wir es können. Wir haben den Jogger Hybrid im C-Segment gelauncht, den es ab circa 25.000 Euro gibt. Vergleichbare Fahrzeuge anderer Marken sind deutlich teurer. Ähnliches gilt für den Spring: Er ist um die 20 Prozent günstiger als der Wettbewerb. Wir werden auch künftig mutige Entscheidungen treffen, uns auf das Wesentliche konzentrieren und auch bei neuen Technologien erschwinglich bleiben.