Wenn‘s beim Brummi klemmt
Auch Nutzfahrzeugbetriebe werden immer häufiger mit moderner Fahrzeugelektronik konfrontiert – ein Mehrmarkendiagnosegerät ist unabdingbar. Bremsenspezialist Wabco bietet ein umfangreiches Sortiment an speziellen Brummi-Testern.
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Was tun als freier Nutzfahrzeugbetrieb, wenn der Lkw-Fahrer mit einem Problem in der Werkstatt steht? Was tun, wenn die Ursache eines Defekts oder einer Störung in einem von Elektronik gesteuerten bzw. überwachten System liegt? Klare Antwort: Ein Diagnosesystem muss her, und zwar am besten eines für alle Marken. Vom Prinzip her richtig, die Sache hat jedoch einen Haken: Die Auswahl an Multimarken-Diagnosegeräten ist (noch) ziemlich spärlich – speziell was Lkw-taugliche Handgeräte angeht.
Einen Lichtblick in dieser Hinsicht bietet das Unternehmen Wabco. Der bekannte Bremsen- und Fahrwerksspezialist stellt Werkstätten mit dem „Wabco Expert Diagnostic“ ein komplettes Mehrmarken-Diagnosesystem zur Seite. Dieses besteht aus zwei Diagnosegeräten, die in unterschiedlichen Varianten erhältlich sind (siehe Kasten „Preise“).
Breite Abdeckung
Mit diesen können freie, aber auch markengebundene Betriebe Nutzfahrzeuge ab 3,5 Tonnen aufwärts (diverse Modelle auch darunter) diagnostizieren. In der Praxis bedeutet das: Die Werkstatt kann bei einer Vielzahl von Fahrzeug- und auch Anhängerherstellern, von Atlas bis Zorzi, die elektronischen Systeme warten und reparieren – einen Überblick über die diagnostizierbaren Fahrzeuge kann sich jeder Interessierte kostenlos in der Rubrik Kundendienst & Service/Diagnostic Services auf der Wabco-Homepage unter www.wabco.de verschaffen.
Das heißt, der Mechaniker kann Fehlerspeicher auslesen und löschen, Stellgliedtests durchführen, Messwerte erfassen und auswerten, Codierungen und Rückstellung z. B. von Wartungen vornehmen sowie im Falle eines Teiletausches Grundeinstellungen und Anpassungen ausführen. Doch es gibt auch Grenzen: Möchte die Werkstatt z. B. bei einem Anhänger mit Wabco-Bremse Parametrierungen vornehmen, kann sie dies nur mit der Wabco-spezifischen „System-Diagnose“ – dem Original-Diagnosesystem – machen.
Für „alle“ Fahrzeuge
Das Wabco Expert Diagnostics ersetzt also nicht die bestehende Systemdiagnose. Es ergänzt sie jedoch in vielfacher Hinsicht, indem sie alle Baugruppen eines Fahrzeugs und nahezu alle Hersteller abdeckt.Das sieht auch Christian Hierl, Geschäftsführer der Hierl Fahrzeug-Service GmbH, so. Der Familien- und freie Nutzfahrzeugbetrieb mit 20 Mitarbeitern aus dem oberbayerischen Geisenfeld verfügt seit fast drei Jahren über das „Compact“ genannte Modell der Wabco-Diagnoseserie. Als langjähriger Wabco-Partner wurde Hierl sogar die Ehre zuteil, vor Markteinführung bei der Praxiserprobung des neuen Systems mitzuwirken.
Kfz-Meister Hierl weiß also, wovon er spricht. „Früher mussten wir viel improvisieren bzw. häufig zu Markenbetrieben fahren, wenn wir ein Problem hatten; sei es mit der Elektronik oder mit dem Zurückstellen einer Wartung“, beschreibt der Mitfirmeninhaber die Situation in der Vergangenheit. „Wichtig war für mich, dass der Mehrmarkentester, den wir uns anschaffen wollten – anders als manch filigrane Laptop- oder PC-Lösung – rasch einsetzbar sowie robust und handlich ist. Außerdem sollte die Bedienung einfach und intuitiv sein. Genau diese Eigenschaften erfüllt das Wabco-Gerät.“ Für die nötige Aktualität des Testers sorgen regelmäßige Softwareupdates. Diese erfolgen vier Mal im Jahr. „Ich erhalte dann eine kurze E-Mail-Nachricht und kann mir die Daten bequem via Internet kopieren und auf den Tester aufspielen“, schildert Hierl die Praxis.
Feiner Unterschied
Stichwort Software: Beim Anblick der Wabco-Diagnosegeräte wird sich der eine oder andere denken: „Die kommen mir irgendwie bekannt vor.“ Stimmt, denn die Hardware – sprich die Geräteplattform – ist keine Wabco-Entwicklung, sondern stammt vom bekannten Diagnosehersteller Tecnotest. Das italienische Unternehmen wiederum gehört mit SPX zu einem der weltweit größten Diagnoseanbieter. Das heißt, Diagnose-Know-how ist reichlich vorhanden. Die Software, das A und O jedes modernen elektronischen Geräts, entsteht jedoch unter Federführung von und mit Wabco-Technikern. Positiver Nebeneffekt: Das bei ausländischen Geräteanbietern oftmals vorkommende „Sprach-Wischi-Waschi“ ist den Wabco-Testern fremd (siehe Foto unten). Die Nutzung gemeinsamer, bereits vorhandener Systeme hat zweifelsfrei den Vorteil, Produktionskosten sparen zu können. Diese Ersparnis kann der Hersteller an den Kunden weitergeben, was Wabco in Form vergleichsweise günstiger Gerätepreise auch tut (siehe Kasten „Preise“).
Sollte der Mechaniker in der Werkstatt einmal nicht weiterwissen, kein Problem. Wabco bietet für sein Diagnoseangebot eine Telefonhotline. Unter 01805/92 22 61 „werden sie geholfen“. Das gilt auch für das wichtige Thema Schulung. Hier bietet Wabco für das Expert-Diagnosesystem eine spezielle Eintagesschulung zum Preis von 160 Euro an. Ein 24-48-Stunden-Austausch-Service vervollständigt das durchdachte Mehrmarken-Diagnosekonzept für Nutzfahrzeuge.
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