Gebrauchte Karosserieteile
„Werkstätten dürfen keine Einbußen erleiden“
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Gebrauchtteile versprechen niedrigere Reparaturkosten und mehr Nachhaltigkeit. Doch wie die Diskussionen auf den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen zeigten, ist ihr Einsatz in der Praxis mit vielen Herausforderungen verbunden.
Die wiederverwendung gebrauchter Teile ist in der Kfz-Branche keine Neuheit – wenn es um wiederaufbereitete Komponenten wie Generatoren oder Bremssättel geht. Kommt das Gespräch hingegen auf gebrauchte Außenhautteile, so dürften viele Autohausmanager diesen zuerst mit dem Do-it-yourself-Bereich oder kleinen freien Werkstätten in Verbindung bringen.
Doch schon bald könnte die Verwendung von Gebrauchtteilen auch im professionellen Unfallreparaturgeschäft zum Alltag werden – das zeigten die Vorträge und Diskussionen auf den diesjährigen Würzburger Karosserie- und Schadenstagen, die am 21. und 22. März stattfanden. Vor allem der Versicherungskonzern Allianz tritt seit dem vergangenen Jahr als Vorreiter auf, wenn es um die Verwendung dieser Teilegruppe bei der Reparatur von Unfallschäden geht. Im Mittelpunkt der Kommunikation steht dabei immer die Nachhaltigkeit. Ein Beispiel dafür präsentierte Dr. Christian Sahr, Geschäftsführer des Allianz Zentrums für Technik (AZT), während seines Vortrags auf den WKST: Bei der Verwendung einer gebrauchten Fahrertür eines VW ID 3 spart man laut dem Versicherer 78,4 Prozent oder 64,9 Kilogramm CO2. Hochgerechnet auf alle Reparaturen könnten bei entsprechender Verfügbarkeit 420.000 Tonnen CO2 im Jahr in Deutschland eingespart werden.
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