Studie Werkstatt-Inhaber sorgen sich um Nachfolge und E-Mobilität

Von Malika Matkarimova 1 min Lesedauer

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Jede zweite Werkstatt findet keinen Nachfolger – und muss trotzdem in teure E-Auto-Technik investieren. Eine Petronas-Studie zeigt: Der Druck wächst.

Viele freie Werkstätten stecken laut einer von Petronas in Auftrag gegebenen Studie im Spagat aus Qualitätsstandards, technologischem Wandel und Nachfolgesorgen. (Bild:  Petronas)
Viele freie Werkstätten stecken laut einer von Petronas in Auftrag gegebenen Studie im Spagat aus Qualitätsstandards, technologischem Wandel und Nachfolgesorgen.
(Bild: Petronas)

Unabhängige Kfz-Werkstätten stecken in einem Dilemma. Sie müssen in neue Technologien investieren und gleichzeitig ihre bewährten Qualitätsstandards halten. Das zeigt eine Studie von Petronas Lubricants International (PLI). Der malaysische Schmierstoffhersteller hat dafür 800 Werkstatt-Inhaber aus Deutschland, Frankreich, den Benelux-Staaten, Polen, der Türkei, Italien, der iberischen Halbinsel und den Vereinigten Arabischen Emiraten befragt.

Als größte Herausforderungen nannten die Inhaber den technologischen Wandel und die Suche nach Personal und Nachfolgern. Deutsche Betriebe sorgen sich dabei weniger um ihr Wissen zu neuen Technologien (34 Prozent) als um die Kosten der nötigen Ausrüstung (46 Prozent). Im Schnitt aller befragten Regionen sind es 44 beziehungsweise 41 Prozent. Auch das Finden und Ausbilden neuer Mitarbeiter belastet deutsche Inhaber stärker (45 Prozent) als den Durchschnitt (40 Prozent).

Problem Nachfolge

Besonders die Nachfolgeregelung bereitet Kopfzerbrechen. Für 91 Prozent aller Inhaber ist es wichtig, dass Standards und Reputation ihres Betriebes erhalten bleiben. Unter den deutschen Befragten zählen für 43 Prozent Qualität und Aufmerksamkeit für Details zu den wichtigsten Werten, gefolgt von kundenorientiertem Umgang (40 Prozent) und ehrlichen Geschäftspraktiken (36 Prozent). Doch beim Übergang zur nächsten Generation sehen 51 Prozent ein Problem. Sie finden keinen geeigneten Nachfolger. Ebenso viele sorgen sich um veränderte Kundenbedürfnisse.

Dahinter stecken vor allem E-Mobilität und Digitalisierung. In den vergangenen zwölf Monaten haben deutsche Werkstätten besonders in Diagnosesysteme für Elektrofahrzeuge (36 Prozent) und digitale Tools (27 Prozent) investiert. Beide Werte liegen über dem regionalen Schnitt. Auch Partnerschaften mit Zulieferern, die auf E-Mobilität und Hybride spezialisiert sind, standen für 29 Prozent auf der Agenda. Mit Blick auf ihre Nachfolger sorgen sich 51 Prozent zudem um deren finanzielle Stabilität und 48 Prozent um deren Fähigkeit, neue Geschäftsfelder und Zielgruppen zu erreichen.

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