Fachkräftemangel Werkstatt-Know-how aus Indien kann sich lohnen

Von Julia Mauritz 4 min Lesedauer

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Auch wenn manch ein Autohaus aktuell weniger Probleme hat, Fachkräfte zu gewinnen, birgt der demografische Wandel enorme Sprengkraft. Kfz-Mechatroniker aus Indien einzustellen, ist ein möglicher Lösungsansatz.

In der Werkstatt ist der Fachkräftmangel schon heute akut. Kfz-Mechatroniker aus Indien sind ein möglicher Lösungsansatz.(Bild:  Seegees)
In der Werkstatt ist der Fachkräftmangel schon heute akut. Kfz-Mechatroniker aus Indien sind ein möglicher Lösungsansatz.
(Bild: Seegees)

Die Zahlen sprechen eigentlich für sich: Rund 18.000 Fachkräfte fehlen einer Studie des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe zufolge, besonders in den Bereichen Mechatronik, Karosseriebau und Serviceberatung. Dazu gesellt sich ein erwarteter Rückgang von 20 Prozent bei den Schulabgängern bis zum Jahr 2030. Gleichwohl berichten gerade einige große Autohausgruppen, dass sie aktuell etwas weniger Probleme hätten, Stellen zu besetzen: „Wir bekommen wieder leichter Mitarbeiter“, schildert beispielsweise Franz Hirtreiter, geschäftsführender Gesellschafter der Plattlinger Autohausgruppe AVP Autoland.

Die Gründe dafür sind vor allem in der aktuellen Wirtschaftskrise zu suchen. Der Neuwagenmarkt schwächelt seit geraumer Zeit, die Elektrifizierung schreitet voran und die Kunden werden kostensensibler. Die Konsolidierung im Automobilhandel mit Standortschließungen und Umstrukturierungen spielt ebenfalls eine Rolle. Dazu kommt, dass die Industrie, zumindest in einigen Regionen, durch den massiven Stellenabbau gerade bei den Automobilzulieferern nicht mehr so viele technische Fachkräfte abwirbt wie noch vor ein paar Jahren. Und damit nicht genug: Vielfach kommen beispielsweise Industriemechaniker neu auf den Arbeitsmarkt.