Servicegeschäft
Werkstattstau baut sich ab
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Die Servicebereiche der Autohäuser haben 2025 eine Phase sehr hoher Nachfrage erlebt – inzwischen entspannt sich die Lage. Das zeigt eine Kurzbefragung unter 167 Markenwerkstätten. Für 2026 rechnet die Mehrheit mit Stagnation oder weiterem Rückgang – und ergreift Gegenmaßnahmen.
Noch vor wenigen Monaten schien es so, als würden die Kapazitäten für den Kfz-Service vor allem in Markenbetrieben immer knapper. Termine waren kaum zu kriegen, manche Fuhrparkbetreiber berichteten von Vorlaufzeiten von bis zu sechs Wochen vor allem in Werksniederlassungen. Ein Autohausbesitzer orakelte im Gespräch mit »kfz-betrieb« einmal, dass die Zeit nicht mehr fern wäre, in der manche Kunden eben gar keinen Service mehr bekommen würden. Dass Autohäuser Aufträge einfach ablehnen (müssen), so wie es manche Sanitär- oder Elektrikerbetriebe schon heute machen.
Und heute? Beängstigend häufig hört man jetzt: „Bei uns gibt es gar keine Vorlaufzeiten mehr. Wir können sofort Werkstatttermine vergeben.“ Oder: „Wir müssen jetzt wieder richtig um Werkstattkunden kämpfen.“ Dieser rasante Umschwung ist bemerkenswert – aber eigentlich nicht verblüffend. Die Neuwagenverkäufe sind schon seit Jahren extrem schwach – und das wirkt sich mit der üblichen Verspätung eben auch auf die Werkstattauslastung aus. Und zudem sind mittlerweile ziemlich viele E-Autos im Bestand, und die brauchen einfach weniger Wartung und Reparaturen.
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