Werkstatttests: Verdeckte Ermittler

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Immer wieder fallen Betriebe bei Werkstatttests von Zeitschriften durch, die in den Prüfungen durch ihren Hersteller gute Ergebnisse erreicht hatten. Jüngst traf es sogar einen Service-Award-Gewinner. Doch dafür gibt es Erklärungen.

Schlüsselübergabe: Bei Dekra geht ein erfahrener Tester anstelle des Fahrzeugbesitzers in die zu testenden Betriebe.
Schlüsselübergabe: Bei Dekra geht ein erfahrener Tester anstelle des Fahrzeugbesitzers in die zu testenden Betriebe.
(Bild: Rosenow)

Eigentlich dürfte kein Kfz-Unternehmer oder Werkstattleiter von einem Werkstatttest überrascht werden. Denn diese sind alles andere als ein seltenes Ereignis: Laut Christian Ulrichs, Leiter Werkstatttests bei Dekra, führen allein die Autohersteller pro Jahr rund 10.000 solcher Überprüfungen in ihren Handelsnetzen durch. Das heißt, bei den rund 18.500 markengebundenen Betrieben in Deutschland ist im Durchschnitt jedes zweite Jahr ein verdeckter Ermittler im Haus, um Arbeitsleistung und Prozessabläufe zu kontrollieren.

Hinzu kommen noch Kontrollen, die die Kfz-Betriebe selbst initiieren, sowie die Werkstatttests der Zeitschriften und Automobilclubs. Letztere stellen zwar nur eine relative kleine Fallzahl, finden aber logischerweise die größte öffentliche Aufmerksamkeit – vor allem, wenn sie schlechte Arbeit der getesteten Werkstätten aufdecken.