Exitstrategie
Wie Autohäuser den Schlussstrich richtig ziehen
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Der Vertriebsvertrag ist gekündigt, die Unternehmensnachfolge wackelt. Manch ein Unternehmer dürfte aktuell den Verkauf seines Autohauses in Betracht ziehen. Die Veräußerung an einen Wettbewerber ist eine Möglichkeit – doch es gibt weitere Optionen.
Es klingt fast wie ein schlechter Witz, wenn der ehemalige Kfz-Unternehmer Dr. Klaus-Peter Reintges schildert, mit welchen Hürden er bei der Parzellierung einer stillgelegten ehemaligen Filiale in Essen zu kämpfen hatte: Rund 60 Monate gingen ins Land, um die Neuwagenausstellung in einen Getränkemarkt umzunutzen, die Werkstatt abzureißen, auf dem 12.000 Quadratmeter großen Grundstück einen neuen Lebensmittelmarkt zu bauen und den Garagenhof in eine Kindertagesstätte umzuwandeln.
Es galt nicht nur, nachbarschaftliche Eisenbahnrechte aus dem Jahr 1917 zu berücksichtigen, sondern es mussten auch jede Menge Gutachten erstellt werden – und die kosteten viel Zeit und Geld sowie jede Menge Nerven. Das erforderliche Verkehrsgutachten konnte nicht erstellt werden, weil es während des ersten Corona-Lockdowns schlichtweg keinen aussagekräftigen Verkehr gab. Auch das erweiterte Bodengutachten, das nötig war, um Kriegsbomben auszuschließen, konnte nicht realisiert werden. Der Grund: Möglicherweise wäre eine Evakuierungsaktion mitten im Corona-Lockdown nötig geworden.
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