Neues Markenportfolio
Wie sich die Preckel-Gruppe ohne Renault neu aufstellt
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Preckel war einer der größten und ältesten deutschen Renault-Händler. Doch die Zusammenarbeit ist beendet. Alternative Angebote für ihre Kunden fand die Handelsgruppe vor allem bei asiatischen Marken.
Ende des vergangenen Jahres war bei der Preckel-Gruppe der Schlusspunkt für eine Ära: Das Unternehmen beendete nach mehr als 60 Jahren die Zusammenarbeit mit Renault und stieg aus dem Verkauf von Neufahrzeugen der Marken Renault und Dacia aus. Für einen der zehn größten Partner des Importeurs, der zu Spitzenzeiten 5.000 Renault-Fahrzeuge verkaufte, war das ein mutiger Schritt. „Aber es war für uns keine kurzfristige und im Rückblick auf jeden Fall die richtige Entscheidung“, resümiert Preckel-Geschäftsführer Jörn Wohlers.
Renault hatte 2022 die Händlerverträge in Deutschland gekündigt. Die daraufhin angebotene neue Vereinbarung war im Handel auf große Kritik gestoßen. „Für uns war der neue Vertriebsvertrag nicht akzeptabel“, sagt Wohlers. Zudem funktioniere Renaults Strategie „From Volume to value“ nicht. Mit Blick auf die rückläufigen Neuzulassungszahlen bei Renault fühle er sich in seiner Entscheidung bestätigt. Mit der Marke ist laut Wohlers im Neuwagengeschäft nicht mehr ausreichend Geld zu verdienen. Wohl aber in der Werkstatt. Preckel bleibt Renault-Servicepartner und hat zuletzt mit einer Kundenbindungsmaßnahme dafür gesorgt, dass die bestehenden Kunden auch in die Werkstätten der Gruppe kommen. Alle Autokäufer konnten für einen geringen Betrag eine Sechs-Jahres-Garantie zum Fahrzeug dazubestellen, die aber nur gilt, wenn die Autos auch bei Preckel gewartet werden.
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