Stellantis-Rückrufe Wieder geht es um mögliche Überschreitung von Emissionsgrenzwerten

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Für über 700.000 Citroën, DS, Opel und Peugeot steht wie 2023 ein Softwareupdate an, weil es im Cockpit keine Warnung vor Fehlern in der Abgasreinigung geben könnte. Eine deutlich kleinere Aktion minimiert die Brandgefahr beim Peugeot 3008 und 5008.

Der 3008 ist aktuell gleich von zwei Maßnahmen betroffen. (Bild:  Mauritz / VCG)
Der 3008 ist aktuell gleich von zwei Maßnahmen betroffen.
(Bild: Mauritz / VCG)

Schon einmal hat Stellantis Fahrzeuge wegen einer fehlenden Warnung des Fahrers vor abgasrelevanten Fehlern zurückgerufen, nun ist es wieder soweit. Über 700.000 Einheiten der Marken Citroën, DS, Opel und Peugeot benötigen weltweit eine Aktualisierung der Software des Motorsteuergeräts, wie aus diversen Ankündigungen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervorgeht.

„Bei einer Störung im SCR-System und/oder Partikelfilter könnte die Motorkontrollleuchte nicht aufleuchten. Das entspricht nicht den Emissionsvorschriften", ergänzte eine Konzernsprecherin. Dies könnte dazu führen, dass das Fahrzeug ohne die erforderliche Warnung betrieben wird, was zu Emissionen über den zulässigen Grenzwerten führt.

In Deutschland stellt sich die Rückrufaktion derzeit wie folgt dar:

  • Citroën / DS: 57.256 Spacetourer, C5 Aircross, C4 Cactus, C4 Picasso, C-Elysee, Jumpy, C3, C3 Aircross, Berlingo, DS3 Crossback und DS7 Crossback aus verschiedenen Produktionszeiträumen zwischen 27. März 2017 und 30. April 2024 (Aktionskennung: GK2)
  • Peugeot: 36.348 Traveller, Rifter, Partner, Expert, Boxer, 301, 508, 308, 3008, 208, 2008 und 5008 aus verschiedenen Produktionszeiträumen zwischen 14. Oktober 2016 und 11. Oktober 2021 (Aktionskennung: MYC)
  • Opel: 29.107 Vivaro, Crossland X, Zafira, Combo, Grandland X, Movano und Corsa aus verschiedenen Produktionszeiträumen zwischen 8. September 2017 und 19.10.2023 (Aktionskennung: KT2)

Alle Fahrzeuge sind laut der Sprecherin mit den Dieselmotorencodes DV5, DW10 (beide Euro 6.2) oder DW12 (Euro 6.2, 6.3 und 6.4) ausgestattet.

Erhöhte Brandgefahr beim Peugeot 3008 und 5008

Von Konzernseite außerdem bestätigt ist ein weiterer Rückruf für den Peugeot 3008 und 5008. Es könne zu einer unzureichenden Verbindung der Klemme des 48-Volt-Batteriekabels mit dem Zweig der Zusatzheizung kommen, sagte eine Konzernsprecherin. Neben einer nicht funktionierenden Zusatzheizung führt dies schlimmstenfalls zu einer Überhitzung und einem Fahrzeugbrand.

Dies macht eine Überprüfung des Heizungskabelanschlusses notwendig und gegebenenfalls den Anzug mit einem Drehmoment von acht Newtonmetern nötig. „Bei Anzeichen von Überhitzung erfolgt ein Austausch des Kabelstrangs“, kündigte die Sprecherin an. Das Herstellerkürzel „MYZ“ gilt für 4.000 Einheiten, davon 1.470 bei uns. Sie verließen zwischen 23. Juni und 20. August dieses Jahres das Werk. Zu anderen Konzernmarken liegt diese Fehlermeldung bislang nicht vor.

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