Fiat-Händlerverband Wilfried Blöbaum ist verstorben

Von Jens Rehberg

Am vergangenen Wochenende ist Wilfried Blöbaum völlig überraschend gestorben. Bis zuletzt hatte er die Brennpunktthemen des Fiat-Händlerverbandes vorangetrieben.

Wilfried Blöbaum
Wilfried Blöbaum
(Bild: Rehberg)

Im Alter von 70 Jahren ist der erste Vorsitzende des Fiat-Händlerverbands, Wilfried Blöbaum, am vergangenen Wochenende verstorben. Dies bestätigte Verbandsvorstand Karl Kleba am Mittwoch auf Anfrage. „Er fehlt uns sehr“, sagte der ehemalige Händler. Noch am Freitag habe er sich mit Blöbaum über die aktuell laufenden Projekte ausgetauscht.

Insgesamt 25 Jahre lang hatte Blöbaum im Vorstand des Fabrikatsverbands für die Fiat-Partner gestritten. Viele Male klopften er und Karl Kleba gemeinsam an der Bürotür des jeweiligen Fiat- bzw. FCA-Deutschland-Chefs, um Missstände anzuprangern, Konditionen zu verhandeln und den Fiat-Händlern an oberster Stelle beim Importeur Gehör zu verschaffen.

Im Frühjahr 2011 hatte Blöbaum dann die Nachfolge von Friedrich Karl Bonten an der Spitze des Fiat-Händlerverbands angetreten. Bis vorletztes Jahr betrieb Blöbaum ein eigenes Autohaus in Bad Oeynhausen. Das Geschäft mit Fiat und Skoda gab der gelernte Kfz-Mechaniker an einen Nachfolger ab, die Immobilie behielt er. Das Autohaus an der Eidinghausener Straße trägt nach wie vor seinen Namen.

Karl Kleba wird den Verband nun weiterführen: „Laut den Statuten erbe ich diesen Job, und ich werde ihn auch machen.“ Es sei demnach auch nicht zwangsläufig vonnöten, ein neues, drittes Vorstandsmitglied nachrücken zu lassen, das Führungsgremium bleibe auch mit dem Tandem Karl Kleba und Horst Hohlheimer voll handlungsfähig. Erst im Herbst des vergangenen Jahres hatten die Delegierten der gut 200 Partner zählenden Interessenvertretung den Vorstand in seiner bewährten Zusammensetzung bestätigt.

Im Fokus der Verbandsarbeit stehen nach wie vor die gekündigten Händlerverträge sowie eine Klage gegen bestimmte Punkte in der Vergütungsregelung des Importeurs, der zum in dieser Hinsicht bereits schon mehrfach angegriffenen Stellantis-Konzerns gehört.

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