Willkommen im Werkstattparlament
Liqui Moly bietet Kfz-Betrieben ein einzigartiges Mitwirkungsinstrument. Dank des „Werkstattbeirats“ haben Partnerbetriebe des Ulmer Unternehmens die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen teilzuhaben.
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„Das alles und noch viel mehr, würd‘ ich machen, wenn ich König von Deutschland wär...“. Wer kennt ihn nicht: Den Refrain aus Rio Reisers gesungener Persiflage auf unser demokratisches System? Kaum jemand wird verhehlen können, dass auch diese „Geschichte“ ein Quäntchen der viel zitierten Wahrheit enthält. Schließlich haben es „Kleine“ meist schwer, sich gegenüber den „Großen“ Gehör zu verschaffen. Da macht es keinen Unterschied, ob es sich um einen Staat oder ein Privatunternehmen handelt.
Dieser Tatsache wurde sich irgendwann auch Liqui Moly bewusst. Der Unterschied zum Gros der Branche: Die Ulmer handelten. Mit einem einzigartigen Projekt namens „Werkstattbeirat“ tragen sie aktiv zur Basisdemokratie bei. Doch was verbirgt sich hinter dem anspruchsvollen Titel? „Wir haben eine ganz banale Frage gestellt: ‚Wie können wir besser werden?‘ Darauf bekamen wir von Werkstattseite jedoch keine Antwort – wie auch? Einen direkten Draht zu dieser gab es nicht. Also haben wir uns entschlossen, das zu ändern und einen Werkstattbeirat zu gründen“, erklärt Christian Schwer, Key-Account-Manager bei Liqui Moly, die Gründe für die Einbeziehung des Schraubervolks.
Wer Liqui-Moly-Firmeninhaber Ernst Prost kennt, der weiß, dass er nicht nur ein Mann der Worte, sondern auch der Taten ist. Ergo war es für den gelernten Kfz-Mechaniker eine Selbstverständlichkeit, diese Idee aufzunehmen und umzusetzen – gesagt, getan! Seit 2008 treffen sich im Rahmen einer Ein-Tages-Veranstaltung zwei Mal im Jahr ausgesuchte Werkstattinhaber/-betreiber mit „Abgeordneten“ von Liqui Moly.
Aus Erfahrungen lernen
„Die Betriebe haben wir zusammen mit unseren Außendienstmitarbeitern ausgesucht. Wir wollten dabei möglichst viele Spezialisten mit ins Boot holen, um ein breites Feedback zu allen unseren Produkten und Dienstleistungen zu bekommen“, erläutert Schwer die Wahl der 14 Beiratsmitglieder. Schließlich ging es Liqui Moly um die Frage: Was kann man am Bestehenden verbessern und was Neues erfinden.
Einer der Beiratsmitglieder ist Stefan Schlieck, Inhaber von Auto Schlieck aus Menden. Für den umtriebigen Kfz-Meister war die Berufung zum „G14“-Club nicht nur eine Ehre, sondern vor allem auch eine Verpflichtung. So haben er und seine Kollegen beim Partner Liqui Moly – anders als bei anderen Firmen-Stammtischen – nicht nur die Möglichkeit, Lob und Kritik zu äußern, sondern eigene Ideen einzubringen und zu verwirklichen.
Beispiel gefällig? Schlieck und seine Kollegen hatten die Idee, ein eigenes Serviceheft für freie Betriebe zu entwickeln (siehe Interview „Mehr zum Thema“). Kaum eingebracht ins „Parlament“, feierte der kleine, aber feine Servicehelfer vor gut einem Jahr seinen Umsetzung und Aufnahme ins Ulmer Portfolio.
Gelebte Demokratie
Jedes Gipfeltreffen beginnt mit der Präsentation aktueller Aktionen, neuer Produkte oder eines neuen Marketingkonzepts. Dem schließt sich eine Diskussionsrunde an. „Da sagen uns die Mitglieder auch schon einmal direkt ins Gesicht: ‚Vergesst es, das ist Blödsinn’“, beschreibt Beiratsbeauftragter Schwer das schwäbische Erfolgsmodell. „Aber genau das ist es, was wir brauchen: effektive Einschätzungen und Rückmeldungen von denen, die es – Praxis sei Dank – wissen müssen.“
So gibt es zahlreiche weitere Produkte und Services im Liqui-Moly-Angebot, die ihren Ursprung im Engagement des Werkstattbeirats haben: z. B. einen Automatikgetriebeölreiniger, einen Ölwechselaufkleber mit konkreter Produktbezeichnung anstelle eines allgemeinen Viskositätshinweises oder auch „Kleinigkeiten“, wie die Tatsache dass es Kleidungsstücke aus dem Teamshop statt nur in XL jetzt auch in XXL gibt.
Für den Ulmer Schmierstoffanbieter hat sich das Wagnis „mehr Demokratie“ in jeder Hinsicht gerechnet. „Anders als andere lassen wir uns nicht von Unternehmensberatern beraten, sondern von unseren Kunden beziehungsweise Partnern“, bringt Schwer es auf den Punkt. So viel unternehmerische Einsicht sollte es öfter geben, oder?
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