IFA-Branchengipfel
„Wir brauchen einen Masterplan“
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In Nürtingen hält die Branche kurz inne und reflektiert das derzeitige Transformations-Schlamassel. Die Einen versuchen, Optimismus zu verbreiten, die Anderen blicken der Realität ins Auge.
„Es ist angekommen, dass was passieren muss“, sagte Simon Schütz vom Verband der Automobilindustrie (VDA) am Donnerstagmorgen in der einleitenden Diskussionsrunde des großen Branchenevents des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) in Nürtingen im Rückblick auf den „Autogipfel“ im Bundeskanzleramt in der vergangenen Woche. Entscheidend sei nun, über die Symptombehandlung hinaus zu agieren. „Was ist denn langfristig wichtig?“ Die Politik müsse die Standortfaktoren hierzulande verbessern – Infrastruktur ausbauen, Strompreise absenken und die Arbeitskosten herunterbringen. Und in Richtung Brüssel sagte Schütz: „Am Schluss werden wir mit Milliardenstrafen belegt, wenn die Kunden nicht kommen aufgrund von Problemen, die nicht wir nicht zu verantworten haben – das ist absurd.“
Nichtsdestotrotz versuchte der Leiter Kommunikation beim VDA, Zuversicht zu streuen: „Unsere Branche ist wettbewerbsfähig“, Deutschland sei der weltweit zweitgrößte E-Auto-Produktionsstandort und auch beim autonomen Fahren beispielsweise seien die deutschen OEMs ganz vorne mit dabei – man investiere weiterhin immense Summen in Forschung und Entwicklung.
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