Kia „Wir hechten nicht jeder Zulassung hinterher“

Das Gespräch führte Andreas Wehner 3 min Lesedauer

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Kia hat die selbstgesteckten Zielen für das laufende Jahr bisher verfehlt. Auch der BEV-Anteil ist niedriger als gedacht. Kia-Deutschland-Geschäftsführer Thomas Djuren erläutert, warum er Profitabilität für wichtiger hält als Stückzahlen und wie mehr Geld in die Kassen der Händler kommen soll.

Thomas Djuren, Geschäftsführer und COO von Kia Deutschland.(Bild:  Kia)
Thomas Djuren, Geschäftsführer und COO von Kia Deutschland.
(Bild: Kia)

Sie hatten sich für dieses Jahr vorgenommen, 70.000 Autos in Deutschland zu verkaufen – etwas mehr als letztes Jahr. Aktuell liegen die Neuzulassungen um 15 Prozent im Minus. Woran liegt das?

Thomas Djuren: Der Markt ist aktuell sehr wettbewerbsintensiv. Hinzu kommt, dass sich einige Varianten eines unserer wichtigsten Modelle, des Ceed, gerade im Auslauf befinden und nicht mehr frei konfigurierbar zu bestellen sind. Die Händler haben sich zwar gut bevorratet, aber Bestandsware zu verkaufen ist etwas anderes als Bestellware. Und ehrlicherweise haben wir auch unsere Kunden ein Stück weit falsch eingeschätzt. Die sind sehr viel zurückhaltender bei der Entscheidung für ein bereits konfiguriertes Lagerfahrzeug. Zudem fokussieren wir uns gerade stärker auf die Profitabilität unserer Partner als auf die Stückzahlen.