Kfz-Gewerbe Bayern Vetterl fordert Politik auf, Anreize für Wirtschaftswachstum zu schaffen

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Die Wirtschaftspolitik des Bundes wirkt sich zunehmend belastend für die Kfz-Betriebe aus. Kunden blieben weg, weil sie wegen fehlender Technologieoffenheit auf dem Markt kaum bezahlbare E-Autos finden, kritisiert das bayerische Kfz-Gewerbe.

Albert Vetterl, Präsident und Landesinnungsmeister des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern, kritisiert den Wirtschaftskurs der Regierung. Günstige Verbrennerfahrzeuge würden als Folge auf dem europäischen Markt verdammt, bezahlbare E-Autos fehlten.(Bild:  Kfz-Gewerbe Bayern)
Albert Vetterl, Präsident und Landesinnungsmeister des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern, kritisiert den Wirtschaftskurs der Regierung. Günstige Verbrennerfahrzeuge würden als Folge auf dem europäischen Markt verdammt, bezahlbare E-Autos fehlten.
(Bild: Kfz-Gewerbe Bayern)

„Kfz-Innungsbetriebe brauchen ein Bekenntnis zur Technologieoffenheit und belastbare Zukunftsaussicht“, fordert Albert Vetterl, Präsident des bayerischen Kraftfahrzeuggewerbes. Die aktuelle deutsche Wirtschaftspolitik sei zunehmende eine Belastung für die Kfz-Innungsbetriebe. „In Berlin wird aus parteipolitischen Gründen taktiert und gestritten, statt gemeinsam die Ärmel hochzukrempeln. So kommt die deutsche Wirtschaft nicht in Schwung. Das sind keine guten Rahmenbedingungen für unsere allein in Bayern rund 7.000 mittelständischen Kfz-Innungsbetriebe“, so Vetterl.

Autokunden zeigten sich aufgrund der wirtschaftlichen Situation extrem zurückhaltend. Auch die hochpreisige Modellpolitik der Hersteller drücke die Kauflust. Wegen staatlicher Vorgaben verabschiedeten die Hersteller sich von günstigen Verbrennerfahrzeugen, könnten aber nicht mit preiswerten Elektro-Einstiegsmodellen aufwarten. Das Werkstattgeschäft könne die Kaufzurückhaltung im Neuwagensegment nicht ausgleichen, zumal der Gebrauchtwagenmarkt weiter stark angespannt sei, so Vetterl.

Das bayerische Kraftfahrzeuggewerbe fordert daher von der Politik, pragmatische Lösungen und echte Anreize für ein Wirtschaftswachstum zu schaffen. Vetterl: „Wir haben große Unsicherheit beim Heizungsgesetz, wir haben hohe Steuerbelastungen, wir haben eine am Mittelstand vorbeilaufende Industriestrom-Debatte – so können weder unsere Kundinnen und Kunden noch unsere oftmals familiengeführten Betriebe wirtschaftlich planen. Weder für das kommende Jahr, geschweige denn für mögliche Betriebsübergaben.“

Zick-Zack-Kurs bei der E-Förderung schadet

Dabei stelle sich das mittelständische Kraftfahrzeuggewerbe den Herausforderungen der politisch gewollten Mobilitätswende. „Wir bilden Nachwuchskräfte für alle Antriebsformen aus. Wir schaffen Elektro-Infrastruktur. Wir beraten unsere Kundinnen und Kunden beim Umstieg auf alternative Antriebe. Gleichzeitig vertreibt die Politik die deutsche Verbrennerproduktion, also einen bisher relevanten Wohlstandsfaktor, nach Asien und fährt einen Zick-Zack-Kurs bei der E-Förderung.“

All das verunsichere die rund 140.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Auszubildenden in Bayerns Kfz-Innungsbetrieben. „Wenn das Kraftfahrzeuggewerbe gerade außerhalb der Ballungsräume auch künftig dafür sorgen soll, dass die individuelle Mobilität, egal mit welchem Antrieb, gesichert ist, dann brauchen wir von der Politik auch eine entsprechende Zukunftsaussicht.

„Denn ob das Verbrennerverbot für Neufahrzeuge, das die EU durchgesetzt hat, wirklich 2035 kommt oder nicht – das ist aktuell weiterhin völlig offen. Deshalb brauchen wir in Brüssel und Berlin ein Bekenntnis zur Technologieoffenheit statt grüner Ideologie“, sagt Vetterl.

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