Marke im Umbruch Wohin steuert Hyundai?

Von Andreas Wehner 8 min Lesedauer

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Bei Hyundai zeigten sich zuletzt Bremsspuren: Die Verkaufszahlen stagnierten, der Marktanteil sank. Und das mitten in einer Umbruchphase: Seit September gelten neue Verträge, das Netz befindet sich im Umbau, und gleichzeitig wechselte wichtiges Führungspersonal. Doch die mittelfristigen Ziele bleiben ambitioniert.

Sinkende Verkaufszahlen, neue Verträge und laufender Netzumbau – die Marke Hyundai ist im Umbruch.(Bild:  Hyundai)
Sinkende Verkaufszahlen, neue Verträge und laufender Netzumbau – die Marke Hyundai ist im Umbruch.
(Bild: Hyundai)

2024 ist bislang ein anspruchsvolles Jahr für Hyundai. Nachdem der Importeur den Händlern im vergangenen Jahr neue Verträge vorgelegt hatte, die nun in diesem September in Kraft traten, zogen sich die Diskussionen darüber ins laufende Jahr. Gleichzeitig wechselte beim Deutschland-Importeur wichtiges Führungspersonal – bis hin zur Geschäftsführung. Und dann ist da noch die Marktsituation: Die aktuelle E-Auto-Kaufmüdigkeit der Deutschen trifft Hyundai besonders stark, da der Anteil der batterieelektrischen Fahrzeuge bei den Koreanern zuletzt überdurchschnittlich war. Das ist einer der Gründe, warum der Marktanteil von Hyundai in Deutschland aktuell nur noch bei 3,5 Prozent liegt. 2023 betrug er 3,7 Prozent, zwei Jahre zuvor waren es noch 4,1 Prozent.

Kein leichter Start also für Hyundais neuen Deutschland-Chef Ulrich Mechau, der seine Position im Februar 2024 antrat. Der hält die per August in der Statistik stehenden 67.000 Neuzulassungen angesichts der Marktbedingungen für ein gutes Ergebnis und ist zuversichtlich, den Marktanteil in diesem Jahr zu halten und in den kommenden Jahren zu steigern. Das Ziel zum Ende des Jahrzehnts sind fünf Prozent. „Mit den richtigen Produkten und den richtigen Partnern – beides haben wir – ist dieses Ziel absolut erreichbar“, sagt Mechau.