Eine besondere Faszination übt das Geschäft mit den Gebrauchten auf die Geschäftsführerin aus: „In diesem Bereich kann man mit relativ wenig Aufwand noch viel Geld verdienen. Das weckt die Vertrieblerin in mir.“
Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sie die Präsentation der Gebrauchten auf dem Hof auf Vordermann bringen will: Die Stellflächen sollen überdacht und mit Fotovoltaik-Modulen bestückt werden. Nach und nach sollen die Bereiche des Autohauses modernisiert werden, denn sie hat größere Ziele: Sie will Auto Zotz zu einem der umsatzstärksten familiengeführten Vertreter von Audi und VW in der Südpfalz machen.
Spezialisierung auf behindertengerechte Umbauten
Für das nächste Jahr plant das Autohausteam einen Begegnungstag für Menschen mit und ohne Handicap. „Für die Zukunft wollen wir uns im Bereich der behindertengerechten Umbauten noch besser aufstellen und ein kompetenter Ansprechpartner werden“, erklärt die Unternehmerin. Außerdem will sie den Geschäftszweig der Jahres- und Dienstwagen erweitern und vermehrt junge Kunden in ihr Autohaus locken.
Beruf- und Privatleben trennt Sabine Anslinger nicht: „Ich identifiziere mich mit meinem Beruf und bin mit Leib und Seele Führungskraft. Deshalb nehme ich auch manches mit nach Hause.“ Sogar im Urlaub ist sie erreichbar. Die Wochenenden bleiben aber in der Regel arbeitsfrei. Ihre Rückzugsinsel ist das Kochen, und beim Sport kann sie abschalten.
Eine Trennung zwischen Arbeit und Freizeit wäre auch deshalb zunehmend schwieriger, da Sabine Anslingers Mann seit einiger Zeit ebenfalls im Unternehmen tätig ist. Im kommenden Jahr will er die Ausbildung zum Verkaufsleiter machen und dann einige Aufgaben seiner Frau übernehmen.
Alles richtig gemacht
„Ich habe schon ein bisschen Angst davor, dass es mir langweilig werden könnte, wenn mir immer mehr abgenommen wird.“ Doch davor braucht sich die Unternehmerin nicht zu fürchten. Sie hat viele Ideen – beruflich wie privat – die sie in den kommenden Jahren umsetzen will. Dazu gehört auch, eventuell ein eigenes Restaurant zu eröffnen.
Denn in Sabine Anslingers Brust schlagen noch immer zwei Herzen: das eine für das Familienunternehmen, das andere für die Gastronomie. Rückblickend sagt sie, dass sie ihr Leben nicht hätte anders leben wollen, als sie es getan hat: „Hätte ich den geradlinigen Weg ins Autohaus eingeschlagen, wäre ich vielleicht irgendwann geflüchtet.“
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