Sachverständigenorganisationen Womit verdienen TÜV, Dekra und Co. hauptsächlich Geld?

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 3 min Lesedauer

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HU, AU und SP stellen nur einen Teil der Gesamttätigkeiten von Sachverständigenorganisationen dar. Hinzu kommen unter anderem Services für die Industrie, und nicht wenige Tätigkeiten betreffen das Ausland. Der Versuch eines Überblicks.

Die Anteile des Bereichs Mobilität am jeweiligen Gesamtumsatz des Geschäftsjahrs 2023 liegen zwischen 27 (TÜV Rheinland) und 49 Prozent (Dekra).(Bild:  TÜV Nord)
Die Anteile des Bereichs Mobilität am jeweiligen Gesamtumsatz des Geschäftsjahrs 2023 liegen zwischen 27 (TÜV Rheinland) und 49 Prozent (Dekra).
(Bild: TÜV Nord)

Gleich vorab eine Einschränkung: Einen detaillierten Überblick über die Geschäftstätigkeiten aller Sachverständigenorganisationen zu erstellen, ist aufgrund ihrer unterschiedlichen Unternehmensstrukturen nicht möglich. Konkret scheitert dieser Überblick bereits bei der Konzentration auf die sechs großen Organisationen. Denn während es sich bei Dekra, TÜV Nord, TÜV Rheinland und TÜV Süd um Unternehmen mit angestellten Sachverständigen handelt, haben sich bei GTÜ und KÜS freiberufliche Sachverständige, also Selbstständige, zusammengeschlossen. Deshalb beschränkt sich dieser Artikel auf die zuerst genannten Sachverständigenorganisationen.

Auslandsanteile am Umsatz zwischen 30 und 50 Prozent belegen, dass sich die großen Organisationen verstärkt auch außerhalb Deutschlands betätigen. Das betrifft oft auch die in deutschen Kfz-Betrieben relevanten Prüfungen gemäß Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO), vor allem aber Services für die Industrie. Dass man hier weiterhin wachsen will, zeigt beispielhaft die Aussage von Dekra-Pressesprecher Wolfgang Sigloch: „Wir erwarten, dass der Anteil vor allem der beiden strategischen Wachstumsregionen America und Asia-Pacific am Gesamtumsatz steigt.“