Zahlreiche Rückruf- und Serviceaktionen bei Opel

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Christoph Seyerlein

Astra, Zafira und Insignia sind Gegenstand verschiedener Maßnahmen. Auch für den Chevrolet Aveo ist wegen Brandgefahr ein Werkstattbesuch fällig.

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Auch der Zafira Tourer ist von der aktuellen Rückrufwelle bei Opel betroffen.
Auch der Zafira Tourer ist von der aktuellen Rückrufwelle bei Opel betroffen.
(Foto: Opel)

Zahlreiche Rückruf- und Serviceaktionen beschäftigen derzeit Opel-Partner und Kunden. Die jüngste Aktion ist im Juni für Zafira- und Insignia-Modelle angelaufen, die erst kurz zuvor vom Band gelaufen waren. Wegen eines fehlerhaften Gewindes an der Schraubverbindung zwischen Spurstangenkopf und Achsschenkel erreicht die Mutter ihr Anzugsdrehmoment, bevor sie ihre vorgesehene Position erreicht hat. Das kann zur Rissbildung im Achsschenkel führen. Schlimmstenfalls kann die Verbindung zwischen Kugelgelenk und Achsschenkel abreißen und das Fahrzeug unlenkbar machen.

Da die fehlerhaften Fahrzeuge nur zwischen dem 7. und 20. April dieses Jahres gebaut wurden, ist die Anzahl der betroffenen Fahrzeuge überschaubar. Von den knapp 2.800 europaweit zurückgerufenen Einheiten sind 511 Insignia und 266 Zafira Tourer in Deutschland registriert bzw. an Händler ausgeliefert worden. Für die Kontrolle und den gegebenenfalls notwendigen Tausch der Achsschenkel und der Kugelgelenke sind je nach Prüfergebnis der Gewinde zwischen 0,4 und drei Stunden angesetzt.

Deutlich größer nimmt sich eine Serviceaktion für 295.000 Astra der Baujahre 2010 bis 2015 aus, die allerdings schon seit über einem halben Jahr läuft und ohne aktive Kundenansprache erfolgt. Befindet sich das Fahrzeug in der Vertragswerkstatt, erfolgt eine Korrosionsschutzmaßnahme im Bereich der Tankklappe. Dort besteht die Möglichkeit einer Durchrostung zwischen Innen- und Außenblech. Über ein kleines Loch unterhalb der Kraftstoffeinfüllöffnung wird Konservierungswachs eingesprüht. Dauer der Maßnahme laut Hersteller: maximal zehn Minuten.

Seit Februar läuft eine weitere Serviceaktion für 3.200 Zafira der Modelljahre 2013 bis 2015 mit 1,6 CDTI-Motor. Auch wenn bei der Maßnahme in die Motorsteuerung eingegriffen und Adblue nachgefüllt wird, betonte ein Opel-Sprecher, dass die Maßnahme nicht im Zusammenhang mit den Abgasvorwürfen steht. Beanstandet werde vielmehr ein Rasseln der Steuerkette im niedrigen Drehzahlbereich. Ein halbstündiges Software-Update zur Steuerung der Ölpumpe soll den Angaben zufolge Abhilfe schaffen.

Nachzutragen gibt es auch noch eine Rückrufaktion für die GM-Schwestermarke Chevrolet. Aus dem Schweizer Pressebüro gab es keine weitergehenden Informationen dazu. Seit März wird die Modellreihe Aveo aus dem Bauzeitraum April 2011 bis Januar 2015 in die Werkstätten beordert, allerdings nur solche, die im Laufe des Fahrzeuglebens mit einer Kraftstoffpumpenabdichtung als Serviceteil ausgerüstet wurden. Da das Teil im Falle eines Unfalls mit einem Überschlag zu Kraftstoffverlust und einem Fahrzeugbrand führen könnte, wird es in der Werkstatt ausgetauscht.

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