ZDH stoppt TV-Imagefilm
Der ZDH hat einen Teil seiner Imagekampagne gestoppt. Der Grund: Einstürzende Bauten wecken Assoziationen zu Bildern von der Erdbebenkatastrophe in Haiti.
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat seine Ende vergangener Wochen gestartete TV-Kampagne gestoppt. Der Grund: Der TV-Spot hat bei Zuschauern Assoziationen zu dem verheerenden Erdbeben in Haiti geweckt.
Nun hat der ZDH auf die Kritik von Zuschauern reagiert. „Wir haben daher bis auf weiteres die Ausstrahlung des Spots ausgesetzt. Die weiteren Maßnahmen der Imagekampagne werden wie vorgesehen eingesetzt“, sagte ZDH-Präsident Otto Kentzler laut einer Mitteilung.
Kentzler betonte zugleich das Engagement des Handwerks bei Naturkatastrophen: „Viele Betriebe und ihre Mitarbeiter planen bereits ihre Unterstützung beim Wiederaufbau, wenn in Haiti die Ordnung wieder hergestellt ist. Zusätzlich sind die Handwerksorganisationen einem Spendenaufruf des ZDH für Haiti vom vergangenen Freitag in großer Zahl gefolgt.“
Ungünstiger Kapagnenstart
Ende vergangener Woche hat der ZDH seine Imagekampagne on Air geschickt. Der TV-Spot soll die Bedeutung des Handwerks für die Gesellschaft und Wirtschaft aufzeigen. In dem Werbefilm wird ein Szenario aufgezeigt, wie sich die gesellschaftliche Situation ohne die Leistungen des Handwerks darstellen würde: Zunächst blättern Tapeten von den Wänden, am Ende stürzen ganze Häuser ein. Dies scheint bei einigen Zuschauern Assoziationen zu dem Erdbeben in Haiti geweckt zu haben.
Ähnliche Situationen gab es auch schon für andere Werbungtreibende: So hatte der Telefondienstleister Telegate einen TV-Spot nach den Terror-Anschlägen vom 11. September gestoppt. In dem Telegate-Spot durchbrach ein Flugzeug eine Mauer.
Die über fünf Jahre laufende Imagekampagne des ZDH hat ein Gesamtvolumen von rund 50 Millionen Euro. Ziel der Kommunikationsoffensive ist es, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks zu verdeutlichen und Jugendliche für eine Ausbildung dort zu begeistern. Der Claim „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“ soll Größe, Innovationskraft, Vielfalt und Lebensnähe des Handwerks thematisieren.
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