ZDK erwartet 2017 leichtes Neuwagen-Minus
Nach einem starken Wachstumsjahr blickt der ZDK auch zuversichtlich in 2017: Ein etwas schwächeres Neuwagengeschäft geht mit einer stabilen Entwicklung im Gebraucht- und im Servicemarkt einher.

Nach einem guten Geschäftsjahr 2016 wird der Neuwagenabsatz im kommenden Jahr nicht mehr steigen. „Für das Jahr 2017 rechnet der ZDK mit einem leichten Rückgang auf 3,2 Millionen Neuzulassungen“, prognostizierte Verbandspräsident Jürgen Karpinski im Rahmen des jährlichen Kamingesprächs, zu dem der Verband und Fuchs Schmierstoffe traditionell im November nach Mannheim einladen.
Den Prognosen zufolge entwickelt sich der Markt zweigeteilt. „Aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage werden die gewerblichen Zulassungen unverändert stark bleiben“, sagte der ZDK-Präsident. Anders sieht es bei den Privatzulassungen aus. „Nach Zuwächsen in diesem Jahr wird sich die zunehmende Verunsicherung der Verbraucher etwa durch die Diskussion um drohende Fahrverbote und blaue Plaketten negativ auswirken.“
In den anderen Segmenten erwartet der Verband eher eine Stagnation: „Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist für 2017 von einer vergleichbaren Entwicklung wie in diesem Jahr auszugehen“, sagte Karpinski. Entsprechend prognostiziert der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe zwischen 7,3 bis 7,4 Millionen Besitzumschreibungen für das nächste Jahr.
Auch für den Service ist der Verband zuversichtlich. Bereits in den vergangenen Monaten hat die Werkstattauslastung im Vergleich zum Vorjahr um zwei Punkte auf nunmehr 85 Prozent zugenommen. Im neuen Jahr dürfte sich aus Sicht der Verbandsorganisation hier wenig ändern. „Im Service-Sektor ist im Jahr 2017 mit einer stabilen Nachfrage bei Wartungs- und Reparaturarbeiten auf dem Niveau des Vorjahres zu rechnen.“
Branchenpartner Fuchs partizipiert am Aufschwung
Von der positiven Entwicklung in der Automobilbranche hat in den vergangenen Monaten auch ZDK-Partner Fuchs profitiert. Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Umsatz in den ersten drei Quartalen um rund 11 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro gesteigert. Die Umsätze kommen etwa jeweils zur Hälfte aus dem Automotive-Sektor und aus der Industrie.
„Wir sind mit dem Geschäftsjahr im Moment zufrieden“, resümierte Ralph Rheinboldt, Vorstandsmitglied Fuchs Petrolub SE. Europa und Deutschland hätten zur positiven Entwicklung einen wesentlichen Beitrag geleistet.
Um weiterhin eine führende Rolle unter den Schmierstoffhersteller zu spielen, baut Fuchs seine Investitionen aus. Statt der jährlich rund 70 bis 75 Millionen Euro will das Unternehmen seine Investitionen auf 300 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren ausbauen. Davon profitieren auch die deutschen Standorte.
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