Wirtschaftsgipfel ZDK fordert Tatkraft statt Symbolik

Von Nick Luhmann 1 min Lesedauer

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Einen Tag vor dem Industriegipfel bei Bundeskanzler Olaf Scholz drängt das Deutsche Kfz-Gewerbe auf konkrete Verbesserungen statt symbolischer Aktionen, um dem schleppenden Hochlauf der Elektromobilität die notwendigen politischen Impulse zu verleihen.

ZDK-Präsident Arne Joswig fordert im Vorfeld zum Wirtschaftssgipfel konkrete Maßnahmen zur Belebung der Automobilkonjunktur.(Bild:  Axel Vogel)
ZDK-Präsident Arne Joswig fordert im Vorfeld zum Wirtschaftssgipfel konkrete Maßnahmen zur Belebung der Automobilkonjunktur.
(Bild: Axel Vogel)

Die Kfz-Branche hat massiv in die Ausrüstung von Werkstätten sowie in die Aus- und Weiterbildung von Beschäftigten investiert, um die Elektrifizierung der Antriebe operativ voranzutreiben. Währenddessen ist die Bundesregierung konkrete Maßnahmen zur Belebung der Automobilkonjunktur trotz verschiedener Ankündigungen bislang schuldig geblieben. Am morgigen Dienstag hat der Bundeskanzler Vertreter der Industrie zu einem Expertengespräch geladen. Allerdings ohne Beteiligung des für den Absatz der Fahrzeuge wichtigen mittelständisch geprägten Autohandels.

Arne Joswig, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), kritisiert: „Für unsere Betriebe führt die anhaltende Tatenlosigkeit der Politik bei der dringend benötigten Förderung der Elektromobilität dazu, dass unsere finanziellen Vorleistungen de -facto ihren Wert verlieren und zu sogenannten ‚Stranded Investments‘ verkümmern.“

Das finanzielle Engagement des Kfz-Gewerbes zeigt sich auch im Bereich der Aus- und Weiterbildung: Deutsche Werkstätten verfügen heute bereits über 15.000 System- und Hochvolttechniker sowie 180.000 Mechatroniker, die im Elektronikbereich ausgebildet sind.

„Wir brauchen von der Politik dringend Verlässlichkeit und Planbarkeit. Ein Industriegipfel ohne den Mittelstand springt schlicht und einfach zu kurz. Mittelständische Betriebe haben im Vertrauen auf verlässliche Regierungsentscheidungen ihre Investitionen getätigt und brauchen Planungssicherheit. Wenn diese Unternehmen jetzt erkennen, dass Maßnahmen zur Ankurbelung der E-Mobilität ausbleiben, werden sie ihre Investitionen in diesem Segment wieder zurückfahren“, so Joswig.

Angesichts der dramatischen Kaufzurückhaltung bei Elektrofahrzeugen appelliert der ZDK an die Bundesregierung, Rahmenbedingungen zum Hochlauf der Elektromobilität zu schaffen, damit das Jahr 2025 zum „Jahr der Elektromobilität“ wird. Joswig: „Als ZDK haben wir selbst die Social-Media-Kampagne „Elektrisch ist Einfach“ gestartet, mit der wir seit September bei Tiktok, Instagram, X (vormals Twitter) und Facebook rund 1 Millionen Aufrufe erzielt haben.“

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