Vier-Länder-Treffen der Kfz-Verbände Bozener Erklärung zur nachhaltigen individuellen Mobilität

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat mit Kfz-Verbänden aus Österreich, der Schweiz und Italien eine gemeinsame „Bozener Erklärung“ zur nachhaltigen und bezahlbaren individuellen Mobilität veröffentlicht. Im Zentrum stehen die Themen Elektromobilität und E-Fuels.

Die Präsidenten der Verbände beim Vier-Länder-Treffen in Bozen: (v. l.) Klaus Edelsbunner (Österreich), Arne Joswig (Deutschland), Julia Genetti (Südtirol), Thomas Hurter (Schweiz) und Roman Keglovits-Ackerer (Österreich)(Bild:  ProMotor)
Die Präsidenten der Verbände beim Vier-Länder-Treffen in Bozen: (v. l.) Klaus Edelsbunner (Österreich), Arne Joswig (Deutschland), Julia Genetti (Südtirol), Thomas Hurter (Schweiz) und Roman Keglovits-Ackerer (Österreich)
(Bild: ProMotor)

Anlässlich ihres Vier-Länder-Treffens Mitte Oktober 2023 in Bozen haben sich die Präsidenten der deutschsprachigen Kfz-Verbände darauf verständigt, den Hochlauf der Elektromobilität voranzutreiben und gleichzeitig auf CO2-neutrale Kraftstoffe wie z. B. E-Fuels zu setzen, damit auch Verbrennungsmotoren insbesondere im Bestand klimaneutral betrieben werden können. Zusammengekommen waren die Führungen der Verbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol.

Weitere Kernpunkte des Papiers betreffen den fairen Zugang zu Fahrzeugdaten und den Bereich der Ausbildung. „Nachhaltige und bezahlbare individuelle Mobilität in Europa kann in Zukunft nur zusammen mit dem Kfz-Gewerbe erreicht werden. Deshalb freue ich mich, dass wir uns mit unseren Partnerverbänden in Bozen auf einen gemeinsamen Weg verständigt haben. Rund 190.000 Werkstatt- und Handelsbetriebe mit ihren rund 935.000 Beschäftigten arbeiten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Italien jeden Tag dafür, dass Pkw und Nutzfahrzeuge sicher und sauber unterwegs sind. Technologieoffenheit gehört dabei zu den zentralen Elementen jeder erfolgreichen Klimastrategie, gerade im Verkehr“, erklärte ZDK-Präsident Arne Joswig.

Europäische Einheitlichkeit notwendig

Damit die Betriebe ihren Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors leisten können, seien langfristig stabile Rahmenbedingungen notwendig. Deshalb fordern die unterzeichnenden Verbände Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und Italiens, die bereits heute bestehenden landesspezifischen Anreiz- und Förderinstrumente (z. B. Umweltbonus, Kfz-Steuer, Dienstwagenbesteuerung, Sachbezug) beizubehalten und innereuropäisch abzustimmen.

Ladeinfrastruktur und ein europaweit anerkanntes Zahlungssystem müssten zudem auf- und ausgebaut werden. Außerdem brauche es für den Hochlauf der Produktion von CO2-neutralen Kraftstoffen ein wirksames Anreizsystem, so die Verbände.

Weil gleiche wirtschaftliche Rahmenbedingungen und fairer Wettbewerb die Grundlage für innovative Dienstleistungen seien, fordern die Verbände in ihrer Erklärung den diskriminierungsfreien Zugang zu Fahrzeugdaten und einheitliche Rahmenbedingungen durch eine gesamteuropäische, sektorspezifische Regulierung. Das gilt für fahrzeuggenerierte Daten, für Reparatur- und Wartungsinformationen und auch für Sensordaten aus den Fahrzeugen über eine Offene Telematikplattform (OTP).

Darüber hinaus setzen sich die Kfz-Verbände für eine moderne, hochwertige und attraktive Ausbildung ein. Dazu müsse die technische und personelle Ausstattung der Berufsschulen weiter gestärkt werden. Die Bozener Erklärung schließt mit der Forderung, betriebliche und akademische Ausbildungswege gleich zu behandeln, um die gesellschaftliche Wahrnehmung und Anerkennung der betrieblichen Ausbildung zu verbessern.

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