25. Automobildialog des Kfz-Gewerbes ZDK kritisiert Merz Kurs für E-Mobilität

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Die Elektromobilität braucht eine klare Richtung, fordert der ZDK und kritisiert die Bundesregierung. Bei seinem 25. Automobildialog in Berlin stellte ZDK-Präsident Thomas Peckruhn politischen Vertretern das neue Positionspapier des Zentralverbands vor.

Staatssekretärin Dr. Claudia Stutz war zu Gast beim ZDK-Automobildialog zu der sie der frisch gewählte ZDK-Präsident Thomas Peckruhn (l.) und ZDK-Geschäftsführer Jürgen Hasler in Berliner ZDK-Büro begrüßten.(Bild:  Bildschön)
Staatssekretärin Dr. Claudia Stutz war zu Gast beim ZDK-Automobildialog zu der sie der frisch gewählte ZDK-Präsident Thomas Peckruhn (l.) und ZDK-Geschäftsführer Jürgen Hasler in Berliner ZDK-Büro begrüßten.
(Bild: Bildschön)

Die Zulassungszahlen batterieelektrischer Fahrzeuge steigen seit Monaten – doch von einem flächendeckenden Durchbruch der E-Mobilität ist Deutschland laut dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) noch weit entfernt. Das Kfz-Gewerbe kritisiert: Die Maßnahmen der neuen Bundesregierung bleiben hinter den Erwartungen zurück und reichen nicht aus, um den Wandel auch in der Breite auf die Straße zu bringen.

„Die Elektromobilität ist kein Selbstläufer. Wenn das Kfz-Gewerbe auch in Zukunft ein starker Pfeiler des Automobilstandorts Deutschland bleiben soll, dann brauchen unsere Betriebe jetzt verlässliche politische Rahmenbedingungen und Investitionssicherheit – für ihre Werkstätten, ihre Händler und ihre Kunden“, erklärt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn.

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Eigenes Positionspapier der Politik vorgestellt

In einem aktuellen Positionspapier mit dem Titel „Elektromobilität für Alle: Impulse für alltagstaugliche E-Mobilität in Deutschland“ setzt der ZDK konkrete Signale für den politischen Diskurs, um den Anstoß für einen breiter angelegten Markthochlauf von E-Fahrzeugen zu geben. Die Vorschläge wurden am Dienstag (8. Juli) im Rahmen des 25. Automobildialoges in der ZDK-Hauptstadtrepräsentanz in Berlin unter anderem mit der Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr, Dr. Claudia Elif Stutz; Sebastian Bock, Geschäftsführer T&E Deutschland und Matthias Gastel MdB, Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages diskutiert.

Mit seinem Impulspapier macht sich der ZDK für praxistaugliche Lösungen stark – von Ladeinfrastruktur über Kosten und Recycling bis hin zu Qualifizierung. Ein zentraler Hebel: der Ausbau einer intelligenten Ladeinfrastruktur mit weniger Bürokratie, klaren Standards für Nutzerfreundlichkeit und rechtssicheren Förderprogrammen, vor allem im privaten Bereich.

Großer Handlungsbedarf bei den Ladekosten

Auch beim Thema Kosten sieht der ZDK erheblichen Handlungsbedarf. Elektromobilität muss finanziell attraktiv sein – beispielsweise durch gezielte Kaufanreize, niedrigere Stromsteuern und faire Netzentgelte. Transparente Preise und einheitliche Bezahlsysteme stärken das Vertrauen, verbindliche Standards zur Batteriebewertung sichern langfristig die Restwerte.

„Wenn E-Mobilität im Alltag funktionieren soll, brauchen wir mehr Transparenz für Kunden, mehr Verlässlichkeit und klare finanzielle Anreize – nur so kommt die Antriebswende auch wirklich bei den Menschen an“, so Peckruhn. „Das Kfz-Gewerbe ist bereit, seinen Beitrag zu leisten – aber die Rahmenbedingungen müssen endlich stimmen.“

Damit Elektromobilität nachhaltig funktioniert, braucht es klare Regeln für Reparatur und Recycling. Der ZDK fordert standardisierte, frei zugängliche Informationen über Batteriezustände – etwa über einen digitalen Batteriepass – und eine stärkere Einbindung regionaler Werkstätten in Reparatur– und Rücknahmeprozesse.

Auch bei Ausbildung und Qualifizierung sieht der Verband dringenden Handlungsbedarf. Nur mit modernen Bildungszentren, aktueller Technik und praxisnah geschultem Lehrpersonal lässt sich die nächste Generation von Fachkräften auf die Herausforderungen der Elektromobilität vorbereiten.

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