THG-Quote ZDK sieht Stärkung der E-Mobilität und der E-Fuels

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

Die Bundesregierung will die THG-Quote erhöhen. Unternehmen werden dadurch gezwungen, noch mehr in die CO2-Reduktion zu investieren. Der ZDK sieht darin einen wichtigen Impuls für den eingeschlagenen Weg in der Verkehrspolitik.

Die THG-Quote ist ein Steuerungsinstrument auf dem Weg zur CO2-Neutralität. E-Autofahrer können damit sogar Geld verdienen.(Bild:  sp-x)
Die THG-Quote ist ein Steuerungsinstrument auf dem Weg zur CO2-Neutralität. E-Autofahrer können damit sogar Geld verdienen.
(Bild: sp-x)

Das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe begrüßt den im Bundestag eingebrachten Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote) als wichtigen Impuls für mehr Investitions- und Planungssicherheit im Verkehrssektor. Zugleich macht das Kfz-Gewerbe deutlich: Entscheidend für den Erfolg ist eine technologieoffene, praxisnahe und verbraucherfreundliche Ausgestaltung.

Die Fortschreibung der THG-Quote bis 2040 schaffe Investitionssicherheit. „Unsere Betriebe brauchen verlässliche Rahmenbedingungen – sowohl für Investitionen in den Hochlauf der Elektromobilität als auch für Service rund um Fahrzeuge, die mit alternativen Kraftstoffen betrieben werden“, erklärt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn anlässlich der ersten Lesung des Entwurfs eines Zweiten Gesetzes zur Weiterentwicklung der THG-Quote.

Die geplante schrittweise Anhebung der Quote auf bis zu 59 Prozent bedeutet einen tiefgreifenden Umbau des Kraftstoffmarktes. Für das Kfz-Gewerbe ist dabei zentral, dass der direkte Einsatz von Strom im Straßenverkehr eine tragende Rolle behält. Die Prozentzahl gibt an, um wie viel Prozent die betroffenen Unternehmen (Autobauer, Kraftstoffhersteller) ihre Treibhausgasemissionen im Vergleich zu einem Basiswert durch klimafreundliche Alternativen reduzieren müssen, etwa durch wie E-Mobilität oder Biokraftstoffe.

„Elektromobilität ist ein entscheidender Baustein zur CO2-Minderung. Viele Autohäuser investieren erheblich in Ladeinfrastruktur, Qualifizierung und neue Geschäftsmodelle. Diese Vorleistungen müssen sich auch künftig in einem stabilen und verlässlichen THG-System widerspiegeln“, führte Peckruhn aus. Zugleich verweist der ZDK auf die unverzichtbare Rolle erneuerbarer Kraftstoffe für den Fahrzeugbestand.

Betonung der Technologie-Offenheit

„Technologieoffenheit bleibt das Gebot der Stunde. Millionen Bestandsfahrzeuge werden noch lange auf unseren Straßen unterwegs sein. Ohne nachhaltige Biokraftstoffe und strombasierte Kraftstoffe als Beimischung zu fossilen Kraftstoffen werden wir die Klimaziele im Verkehr nicht erreichen“, betont Peckruhn. Wichtig sei, dass Nachhaltigkeitsanforderungen und Kontrollmechanismen zwar wirksam, aber praktikabel und bürokratiearm ausgestaltet werden.

Mit Blick auf mögliche Preiswirkungen warnt der ZDK vor zusätzlichen Belastungen für Verbraucherinnen und Verbraucher: „Klimaschutz im Verkehr darf Mobilität nicht zum Luxusgut machen. Klimapolitik muss alltagstauglich, sozial ausgewogen und bezahlbar bleiben“, so Peckruhn.

Der ZDK wird das parlamentarische Verfahren konstruktiv begleiten und sich weiterhin für eine ausgewogene, marktwirtschaftliche und mittelstandsfreundliche Ausgestaltung der THG-Quote einsetzen.

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