ZDK verabschiedet Helmut Blümer

Redakteur: Christoph Baeuchle

Mit einer Feier hat der ZDK seinen langjährigen Geschäftsführer Helmut Blümer offiziell in die Altersteilzeit verabschiedet. Seine Nachfolge tritt Ulrich Köster an.

Beim Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe geht eine Ära zu Ende: Der Verband hat am Dienstag Geschäftsführer Helmut Blümer offiziell in die Altersteilzeit verabschiedet. Mehr als 100 Gäste kamen zur Feier nach Berlin.

Im Rahmen der Feier führte der Verband Ulrich Köster offiziell ein, der Blümer in seiner Funktion als Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes nachfolgt und künftig Ansprechpartner für die Presse ist. „So sehr wir bedauern, dass Helmut Blümer uns verlässt, so sehr freuen wir uns, dass wir mit Ulrich Köster einen Mann mit viel Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit gefunden haben“, sagte ZDK-Präsident Robert Rademacher.

Zwar wird Blümer noch bis Ende Juli für den Verband aktiv sein, doch er wird in erster Linie Köster beratend zur Seite stehen. „Der heutige Tag ist der Stichtag für den Rollentausch“, sagte ZDK-Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Koblitz.

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Seit 1985 beim Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe

Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Verbandsorganisation hat Blümer in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten maßgeblich geprägt. „Sie haben beim ZDK deutliche Spuren hinterlassen“, lobte Koblitz. Blümer werde dem Verband fehlen. Doch nicht nur dem Verband, auch ihm persönlich als Gesprächspartner über die Branche, über Fußball und Klatsch.

Blümer kam 1985 zum Verband nach Bonn, sechs Jahre später übernahm er als Leiter die Abteilung Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Nicht immer war sein Weg frei von Zweifeln: Kurz nach Antritt wollte er den „Innungsbeauftragten für Öffentlichkeitsarbeit“ zeitgemäßer in Pressesprecher umbenennen. Doch die Umbenennung musste zunächst in Kreise und Ausschüsse. „Es hat zwei Jahre gedauert“, blickte Blümer zurück. „Ich bin trotzdem geblieben.“

Die Umfirmierung war nicht die einzige Hürde. Es sei manchmal nicht ganz einfach, den ZDK mit seinen knapp 40.000 Kfz-Betrieben nach außen zu vertreten, sagte der ZDK-Präsident. „Da lauert so manche Mine“, sagte Rademacher, „den meisten konnten Sie aber ausweichen.“

„Schussfestigkeit“ bewiesen

Natürlich konnte auch Blümer, ein Typ mit Ecken und Kanten, nicht allen Ausweichen. „Ging eine Mine hoch, dann haben Sie eine sehr gute ,Schussfestigkeit’ bewiesen“, so Rademacher. Dies sei auch für ihn als Präsidenten sehr gut gewesen. „Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst, er gibt auch anderen eine Chance“, zitierte Bernd Schweitzer, dienstältester Geschäftsführer der Landesverbände, ein Bonmot von Winston Churchill. Dies treffe auch auf Blümer zu.

„Wir haben viel Ärger bekommen mit PR-Aktionen“, erinnerte sich Blümer. Als Beispiel nannte der ZDK-Geschäftsführer die Aktion „KAT sei Dank“, wogegen die Kirche protestierte. Für die künftige strategische Ausrichtung der Verbandsarbeit erwartet Blümer eine Richtungsänderung. Der Lobbyismus werde noch stärker an Bedeutung gewinnen.

Auch künftig will Blümer der Branche verbunden bleiben. Allerdings gewinnen die lange vernachlässigten privaten Aktivitäten an Bedeutung. Der Marathonläufer will noch mehr trainieren, sich um Briefmarken kümmern und Bücher lesen. Zudem will Blümer künftig mehr Reisen.

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