ZDK warnt vor dem Ankauf billiger Gebrauchter

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Ein sehr günstiger Gebrauchter kann sich als Falle entpuppen. Davor warnt der ZDK. Laut Verband kommen vermeintlich reparierte Fahrzeuge, denen zum Teil Sicherheitskomponenten fehlen, auf den deutschen Markt.

(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Bei sehr günstigen Preisen für angebotene Gebrauchtwagen ist Vorsicht angesagt. Der ZDK warnt Unternehmer vor Billigangeboten im B2B-Geschäft. Demnach kommen auf den deutschen Markt vermehrt angeblich unfallfreie Fahrzeuge. Diese haben jedoch zum Teil schwere Unfälle hinter sich, deren Folgen nicht adäquat behoben wurden.

Laut ZDK ist dem Bundeskriminalamt eine Vielzahl von Fällen bekannt, die etwa nach folgendem Strickmuster ablaufen: Ein Fahrzeug in den USA erleidet einen Totalschaden und darf dort nicht mehr im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden. Dieses Fahrzeug wird nach Osteuropa exportiert, wo es wieder aufgebaut wird.

Der Aufbau im Osten erfolgt allerdings ohne die notwendige Sorgfalt. Demnach werden zum Teil sicherheitsrelevante Teile wie beispielsweise Airbags nicht mehr verbaut, sondern durch Attrappen ersetzt. Nach Fertigstellung geht das Fahrzeug in den Import, oft auch nach Deutschland.

In Deutschland bekommt es in der Regel eine Zulassung auf eine deutsche Firma und wird als günstiger Gebrauchtwagen weiterverkauft. Dabei wird der Totalschaden aus den USA verschwiegen.

Die wahre Historie eines solchen Fahrzeuges zu ermitteln, ist sehr aufwendig. Für einen Händler, der auf ein solches Fahrzeug hereinfällt und es unbesehen an einen Kunden weiterverkauft, bestehen erhebliche Risiken: So kann der Kunde gegebenenfalls vom Kaufvertrag zurücktreten und Schadensersatz begehren. Betroffene können entsprechende Vorfälle dem Bundeskriminalamt oder der ZDK-Rechtsabteilung melden (Telefon: 0228/9127-221).

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