Elektromobilität ZDK wirbt mit neuer Kampagne für Stromer

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Der ZDK will die Elektromobilität voranbringen und wendet sich mit Kurz-Videos an Autofahrer. Von der Politik fordert der Zentralverband sinnvolle Rahmenbedingungen und die Umsetzung notwendiger Maßnahmen.

Die Berliner Studentin und ZDK-Influencerin Kim Truckenbrodt warb bereits 2023 für den Licht-Test. (Bild:  Holger Zietz - VCG)
Die Berliner Studentin und ZDK-Influencerin Kim Truckenbrodt warb bereits 2023 für den Licht-Test.
(Bild: Holger Zietz - VCG)

E-Autos kommen aktuell bei Kunden nicht gut an. Dafür gibt es mehrere, grundsätzlich bekannte Gründe: den hohen Anschaffungspreis, die Unsicherheit der Technologie, fehlende Reichweiten und fehlende Ladeangebote. Die Diskussionen um eine Rücknahme des „Verbrennerverbots“ durch die EU dürften sich ebenfalls bremsend auf den E-Auto-Absatz bei Privatkunden auswirken.

Um die Stimmung rund um den Stromer zu verbessern und junge Autofahrer neugierig zu machen, hat der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) seine Kampagne „Elektrisch ist einfach“ gestartet. Auf der Bundestagung und der Automechanika stellte der Verband die ersten vier Videos vor – die allesamt bereits auf den sozialen Medien ausgespielt werden.

Das Thema „Elektrisch einfach“ präsentiert die Berliner Studentin Kim Truckenbrodt, die auch für den Licht-Test wirbt. Die 27-jährige Influencerin informiert in Kurz-Videos die User über Aspekte der Elektromobilität. In ihrem ersten Video löchert sie beispielsweise Thomas Peckruhn, ZDK-Vizepräsident und Sprecher des Fabrikathandels, mit Fragen zum E-Auto-Kauf.

Ihr Ansatz ist, das Thema Elektromobilität aus der Sicht des jungen und unerfahrenen Autofahrers anzugehen. Ihre Art, unbefangen, kess und humorvoll die Fragen und gängigen Vorurteile aufzugreifen, sorgen für unterhaltsame und gleichzeitig informative Filme.

Genau diese Herangehensweise „E-Auto fahren von der Pike an“ zeigt, dass elektrisch fahren einfach ist und auch Spaß macht. Die ersten vier Clips der Kampagne sind bereits auf den Social-Media-Kanälen (Facebook, Instagram, Tiktok und auf Youtube und der Website des ZDKabrufbar. Insgesamt sollen 20 Videoclips bis Jahresende im Rahmen der Kampagne produziert werden.

Mit der Kampagne möchte der ZDK der negativen Stimmung gegenüber der Elektromobilität begegnen und zugleich der Politik Druck machen, das Thema anzugehen. „Die Politik muss jetzt für die richtigen Rahmenbedingungen sorgen, denn das kommende Jahr wird das Jahr der Entscheidung, ob nun die Elektromobilität toppt oder floppt“, sagt ZDK-Präsident Arne Joswig.

ZDK stellt Fünf-Punkte-Programm auf

In einem Fünf-Punkte-Programm stellt der ZDK deshalb folgende Forderungen:

  • 1. Zügigen Ausbau der Ladeinfrastruktur, gerade auch in Wohngebieten, da die wenigsten Haushalte über eigene Garagen und Stellplätze für eine eigene Wallbox verfügen. Dazu zählt der Verband auch das einfach zu realisierende „Laternenladen“ mit geringem Ladestrom für längere Parkzeiten.
  • 2. Günstige Stromtarife für Ladestrom. Angesichts der im europäischen Vergleich sehr hohen Stromkosten in Deutschland müssen zumindest die Ladetarife dauerhaft deutlich gesenkt werden, um diese neue Mobilitätsform anzureizen.
  • 3. Kostenfreies Parken für Elektrofahrzeuge durch Kommunen und Gemeinden, um zusätzliche Anreize für Elektromobilität in Innenstädten zu schaffen.
  • 4. Fortführung der Spreizung der Dienstwagensteuer nach Antriebsarten, nämlich für BEV (0,25 Prozent) und PHEV (0,5 Prozent), um Anreize zur Flottenerneuerung durch elektrische Antriebe langfristig sicherzustellen.
  • 5. Wiederaufnahme einer Förderung von Elektrofahrzeugen, insbesondere für junge Menschen, die am Anfang ihrer beruflichen Karriere und Ausbildung stehen und auf Automobilität angewiesen sind.

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