Praxistest Zehn Dinge, die uns am BYD Dolphin aufgefallen sind

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Mit dem Dolphin will BYD dem Volkswagenkonzern in der Kompaktklasse Konkurrenz machen. Bislang mit überschaubarem Verkaufserfolg. Wir sind den Herausforderer von ID.3 und Curpa Born testweise gefahren.

Der BYD Dolphin ist der Einstiegsstromer von BYD in Deutschland in der Kompaktklasse (flankiert vom Atto2 als Kompakt-SUV).(Bild:  Grimm – VCG)
Der BYD Dolphin ist der Einstiegsstromer von BYD in Deutschland in der Kompaktklasse (flankiert vom Atto2 als Kompakt-SUV).
(Bild: Grimm – VCG)

Bereits im Oktober 2023 hat BYD sein Lieferprogramm um den Dolphin erweitert, ein Modell, das mit einer Länge von 4,29 Metern in der Kompaktklasse eingeordnet ist. Die direkten Konkurrenten strecken sich auf ein ähnliches Maß: VW ID.3 (4,26 Meter lang), MG4 (4,29 Meter) und Opel Astra Electric (4,37 Meter) sowie Smart #1 (4,27 Meter) und der Ora 03 (4,24 Meter). Zugelassen wurden von dem Modell im Jahr 2024 nur 440 Einheiten, im ersten Quartal 2025 waren es aber schon 237.

Von außen fällt der Dolphin durch seine Zweifarb-Lackierung auf, die es in der Ausstattungsvariante „Design“ gibt. Vier Kombinationen stehen zur Wahl – Dach und Motorhaube sind dann grau, der Rest des Blechkleides ist dann pink, dunkelblau, marineblau oder weiß. Ob es die Farbspielerei braucht, ist vermutlich Geschmacksache. In der Designlinie Comfort gibt es die einfarbige Lackierung.

Im Innenraum fällt sofort der großzügige Innenraum auf, als gut 1,80 Meter großer Fahrer oder Passagier ist auf den vorderen wie auf den hinteren Sitzen gut Platz. Das Raumgefühl wird in der ersten Reihe allerdings etwas eingeschränkt durch ein konstruktives Element, auf das man bei BYD eigentlich stolz ist: die „schwebende Mittelkonsole“: „Die kühn geschwungene, schwebende Mittelkonsole und eine Metallleiste über das gesamte Armaturenbrett beeindrucken mit ihren minimalistischen Kurven.“ Kann man so sehen, aber der Kontakt zum Sitznachbarn ist doch merklich eingeschränkt.

Setzt sich der Dolphin in Bewegung, erfreut sich der Fahrer zunächst an der elektrotypischen Beschleunigung. Der Dolphin geht sicher nicht ab wie eine Rakete mit seinen maximal 150 kW Leistung und 310 Newtonmeter Drehmoment, lässt aber doch den einen oder anderen Verbrenner locker hinter sich. Auf Landstraße und Autobahn wirkt dann allerdings die Fahrwerksabstimmung zunehmend störend. Der Dolphin federt weich, für europäische Verhältnisse eigentlich zu weich, ohne dass die Straßenlage in den Grenzbereich käme. Die Lust auf höhere Geschwindigkeiten kommt aber schnell an ihre Grenze.

Zu schnell sollte man allerdings eh nicht fahren, sonst muss man zu oft an der Ladesäule. Laut den offiziellen Daten soll die 60-kWh-Batterie für 427 Kilometer reichen. In mehreren Testfahrten mit unterschiedlichen Streckenprofilen war das bei Weitem nicht zu schaffen – oder die Ladestand-Anzeige arbeitet nicht korrekt. Nach rund 200 Kilometern waren jedenfalls nur noch 23 Prozent der Kapazität übrig.

Welche zehn Dinge uns im Praxistest sonst noch aufgefallen sind, haben wir in der folgenden Bildergalerie zusammengefasst:

Bildergalerie
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