Praxistest
Zehn Dinge, die uns am BYD Seal aufgefallen sind
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In der pragmatischen, SUV-lastigen Modellpalette des chinesischen E-Auto-Spezialisten soll der Seal die Rolle des eleganten Verführers spielen und Tesla- und BMW-Interessenten anlocken. Klappt das?
BYD ist derzeit deutlich häufiger mit Schlagzeilen in der Wirtschaftspresse vertreten als mit Autos auf der Straße. Und so fällt es nicht leicht, die wahren Fähigkeiten des chinesischen Großkonzerns einzuschätzen. Einerseits: Nur 30 Jahre nach seiner Gründung hat sich BYD zu einem der weltweit größten Hersteller von Lithium-Ionen-Akkus entwickelt und beschäftigt wohl bald eine Million Menschen. Dank seiner großen Fertigungstiefe kann das Unternehmen nach Überzeugung vieler Experten seine Fahrzeuge viel günstiger herstellen als europäische Konkurrenten. Das mag verblüffen, war doch jahrzehntelang die Verteilung großer Umfänge der Fahrzeugproduktion auf Zulieferer als das wirtschaftlichere Konzept verbreitet – aber solche Gewissheiten scheinen im Zeitalter der Elektromobilität nicht mehr zu gelten, wie auch das Beispiel Tesla beweist.
Andererseits tut sich BYD trotz seiner technischen Fähigkeiten und seiner breiten Produktpalette auf dem europäischen Markt sehr schwer. In den ersten acht Monaten 2024 fanden europaweit gerade einmal knapp 25.000 Einheiten der Marke einen Käufer. Mit großem Selbstbewusstsein kündigt die Managerin Stella Li, die seit Kurzem das Europa-Geschäft von BYD verantwortet, nun eine schnelle Steigerung der Verkaufszahlen an – ohne genauer zu werden und zu erklären, wie das geschehen soll.
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