Neue Geschäftsmodelle für Kfz-Betriebe Zehn Ideen für die Zukunft

Anbieter zum Thema

Die Elektromobilität lässt den Werkstattumsatz schrumpfen? Das muss nicht sein! Denn sie bringt auch Geschäftsideen und Umsatzpotenziale mit sich. Ein Überblick, was Autohändler und Werkstätten tun können.

Immer mehr Autohäuser stellen für ihre Kunden Schnellladesäulen auf. Damit lässt sich die Batterie in unter einer Stunde wieder auf midestens 80 Prozent bringen.(Bild:  Mauritz – »kfz-betrieb«)
Immer mehr Autohäuser stellen für ihre Kunden Schnellladesäulen auf. Damit lässt sich die Batterie in unter einer Stunde wieder auf midestens 80 Prozent bringen.
(Bild: Mauritz – »kfz-betrieb«)

Batterieelektrische Fahrzeuge haben heute auf den Reparatur- und Ersatzteilmarkt noch keine spürbaren Auswirkungen – jedenfalls im Durchschnitt der Branche betrachtet. Doch solche Durchschnittszahlen erzählen nie die ganze Wahrheit; Ausreißer sind immer möglich. Nehmen wir beispielsweise die Marke Renault: Das französische Fabrikat bietet schon seit zehn Jahren E-Autos an und war mit dem Modell Zoe lange Marktführer in Deutschland. 2021 betrug der E-Auto-Anteil an den Neuzulassungen schon 26 Prozent, 2025 sollen es 48 Prozent sein.

Was das für die Renault-Händler bedeutet, das rechnete Michael Zimbal, geschäftsführender Gesellschafter im Autohaus Hermann, auf den Automotive Business Days im Juni in Würzburg dem Publikum vor: Ergaben sich auf Basis der Neuzulassungen im Jahr 2019 nach einem Jahr noch fast 93.000 Wartungsaufträge, so werden das 2023 nur noch gut 51.000 sein – allein deswegen, weil E-Autos bei Renault nur alle zwei Jahre in die Werkstatt müssen. Hinzu kommen die geringeren Umsätze: Kostet die Wartung B bei einem Renault Clio noch rund 365 Euro und dauert 1,75 Stunden, gibt es beim Zoe nur 164 Euro Umsatz und 0,9 Stunden.