Zehnjährige Erfolgsgeschichte

Redakteur: Johannes Büttner

Die Gütegemeinschaft Geprüfter Automobilverkäufer (GAV) kam zu ihrer Jahrestagung in Arese zusammen. Auf dem Programm stand unter anderem die Wahl zweier neuer Geschäftsführer.

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Zehn Jahre alt ist die „Gütegemeinschaft Geprüfte/r Automobilverkäufer/in“ in diesen Tagen geworden. Ein Grund zu feiern, mehr aber noch dazu, die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen. In diesem Punkt waren sich die Teilnehmer der Jahrestagung der Gütegemeinschaft einig.

Die Versammlung fand – passend zum runden Jubiläum – im Automobilmuseum von Alfa Romeo in Arese statt. Zunächst blickten Michael Balser (Porsche) und Ulrich Reißler (DaimlerChrysler), beide seit Jahren in der Gütegemeinschaft aktiv, auf die Geschichte des Titels „Geprüfter Automobilverkäufer“ zurück.

Ein Auslöser für die fabrikatsübergreifende Zusammenarbeit in der Verkäuferausbildung sei das geringe Ansehen der Berufsgruppe gewesen. Hersteller, Importeure und der ZDK kamen 1997 zusammen, um einheitliche Branchenstandards für eine anerkannte Ausbildung zum geprüften Automobilverkäufer auszuarbeiten. Ein Jahr später erhielten die ersten Fabrikate ihre Zertifikate.

Gütegemeinschaft umfasst 33 Marken

Heute sind 30 Unternehmen Mitglied in der Gütegemeinschaft, sie vertreten 33 Marken. An der Spitze der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) stehen drei Geschäftsführer: je ein Vertreter des ZDK, der Hersteller und der Importeure. Für das Kraftfahrzeuggewerbe hatte von Anfang an ZDK-Geschäftsführer Ingo Meyer den Posten inne. Als Dank für seine vielen Verdienste um die Gütegemeinschaft bekam er das Modell eines historischen Benz-Fahrzeugs geschenkt.

Auf den beiden anderen Geschäftsführerpositionen gab es dagegen schon Wechsel, so auch auf der jüngsten Sitzung. Reinhold Carl und Rainer Ohlenhard hatten auf Grund beruflicher Veränderungen ihre Ämter niedergelegt. Nun wählten die Hersteller Wolfgang Winter (BMW) zum neuen Geschäftsführer, die Importeure vertritt Michael Fligge (Fiat) in der Führungsriege.

Winter begründete anschließend, warum die Gemeinschaft derzeit keine Rentabilitätsstudie in Auftrag geben sollte, um den wirtschaftlichen Nutzen des Titels „Geprüfter Automobilverkäufer“ nachzuweisen. Nicht etwa, weil es keine entsprechenden Erfolge gäbe – ganz im Gegenteil.

Eine Befragung hatte ergeben, dass bei vielen Marken der geprüfte Automobilverkäufer inzwischen eine solche Selbstverständlichkeit sei, dass es keine ausreichende Vergleichsgruppe von Verkäufern ohne Zertifikat gebe, deren Ergebnisse man denen der ausgebildeten Kollegen gegenüberstellen könnte. Die Versammlung folgte dieser Empfehlung. In der Diskussion machten die Teilnehmer aber deutlich, dass sie den Wert der Ausbildung nachweisen wollen.

Zukunftstrends im Automobilgeschäft

Zwei Vorträge gaben Ausblicke in die Zukunft der Gesellschaft im Allgemeinen und die des Automobilverkaufs im Besonderen: Achim Feige von der Zukunftsinstitut GmbH sprach über „Megatrends und Märkte“; Dr. Konrad Weßner und Stefan Reiser von der Puls-Marktforschung stellten „Zukunftstrends und Erfolgsfaktoren im Automobilgeschäft“ vor.

Im Rahmenprogramm der Tagung konnten die Teilnehmer auf Einladung von Fiat das Designzentrum und das Automobilmuseum von Alfa Romeo besichtigen.

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