Zuliefererkrise Medien: ZF prüft Verkauf der Antriebs- und Getriebesparte

Von Sven Prawitz 2 min Lesedauer

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Berichten von Handelsblatt und Manager Magazin zufolge prüft der Vorstand des Zulieferers ZF den Verkauf der Sparte „Division E“. Sie trägt über elf Milliarden Euro zum Konzernumsatz bei.

Der ZF-Vorstand prüft, die Unternehmenssparte „Division E“ auszugliedern – und zu verkaufen.(Bild:  ZF Group)
Der ZF-Vorstand prüft, die Unternehmenssparte „Division E“ auszugliedern – und zu verkaufen.
(Bild: ZF Group)

Die bereits angespannte Lage bei ZF spitzt sich übereinstimmenden Berichten von „Handelsblatt“ und „Manager Magazin“ zu. Beide Medien schreiben, dass der Vorstand des Zulieferers einen Verkauf der Sparte „Elektrifizierte Antriebstechnologien“ – auch Division E genannt – prüft. Dazu gehören nicht nur die elektrifizierten Antriebskomponenten und -Systeme, sondern auch die prestigeträchtige Getriebetechnik der „Zahnradfabrik“, mit der das Unternehmen im Jahr 1915 in Friedrichshafen gegründet wurde.

Heute wird diese Sparte offenbar nicht mehr als Kernbereich des Zulieferers betrachtet. Das deutete CEO Holger Klein bereits in den vergangenen Monaten vage an. Betroffen wären von einem sogenannten Carve-out der Division E (ca. 30.000 Mitarbeiter; über 11 Mrd. Euro Umsatz) vor allem die Standorte in Saarbrücken und Schweinfurt. In beiden Städten wird bereits seit Monaten um die Existenz der dort ansässigen Strukturen gebangt.