KI im Service Wann ist der beste Zeitpunkt für den Ölwechsel?

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 2 min Lesedauer

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Mit dem Ecolife Health Check erstellt ZF den Busbetreibern auf Basis von Daten einen Wartungsplan, der sich am tatsächlichen Zustand des Getriebeöls orientiert – und nicht mehr an festen Intervallen.

Probleme mit dem Getriebe legen einen Bus sofort lahm – entsprechend wichtig sind frühzeitige Hinweise auf Schäden oder Wartungsbedarf.(Bild:  Nico Kleemann)
Probleme mit dem Getriebe legen einen Bus sofort lahm – entsprechend wichtig sind frühzeitige Hinweise auf Schäden oder Wartungsbedarf.
(Bild: Nico Kleemann)

Für gewerbliche Fahrzeugnutzer sind niedrige Betriebskosten und hohe Betriebszeiten (Uptime) wichtig. Ein Lkw oder Bus verdient nur dann Geld, wenn er fährt – logisch. Ein neues digitales Servicekonzept von ZF Aftermarket soll nun dafür sorgen, dass ein Fahrzeug wirklich nur dann in die Werkstatt muss, wenn es notwendig ist. Der ZF Health Check ist speziell auf das Automatikgetriebe Ecolife abgestimmt, welches weltweit bei Verkehrsbetrieben im Stadt- und Linienbus zum Einsatz kommt. Die Software nutzt zahlreiche Sensordaten, die während des Fahrzeugbetriebs im Getriebesystem registriert werden – beispielsweise Drehzahl, Gangstufe, Öltemperatur, Öldruck usw. Diese Daten werden regelmäßig over the Air an einen Analyseservice in der ZF-Cloud übertragen, wo servicerelevante Erkenntnisse ermittelt werden. Aus diesen Erkenntnissen ergeben sich wiederum Handlungsempfehlungen für den Busbetreiber bzw. für sein Serviceunternehmen.

Zum Beispiel kann der Betreiber die Lebensdauer des Getriebeöls bestmöglich ausnutzen, weil das Öl nicht zu einem vorher festgelegten Kilometerstand und damit möglicherweise zu früh gewechselt wird. Der Bus bleibt so länger auf der Straße, die Verfügbarkeit (Uptime) steigt. Aber selbst wenn der Bus in die Werkstatt muss, werden Ausfallzeiten minimiert, weil sich Ersatzteile oder -stoffe dank der vorliegenden Fahrzeugdaten bereits im Vorfeld bestellen lassen. Auch die notwendige Arbeitszeit kann besser geplant werden. Und wenn die eigene Werkstatt den Fehler nicht findet, kann der Flottenbetreiber externe Serviceexperten hinzuziehen und ihnen Zugang zum Health-Check-Portal gewähren.