ZKF-Caravantag 2024 Sinnvolle Ergänzung des Leistungsportfolios

Von Konrad Wenz 2 min Lesedauer

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Ende Februar fand bereits zum fünften Mal der ZKF-Caravantag statt. Diesmal trafen sich die Branchenexperten beim Reisemobilhersteller Morelo im fränkischen Schlüsselfeld. Dort gab es Einblicke in die Reisemobil-Produktion und Hinweise auf künftige Trends.

Der Hersteller von Luxusreisemobilen, Morelo, hatte die Teilnehmer des ZKF-Caravantags nach Schlüsselfeld eingeladen.(Bild:  Wenz - VCG)
Der Hersteller von Luxusreisemobilen, Morelo, hatte die Teilnehmer des ZKF-Caravantags nach Schlüsselfeld eingeladen.
(Bild: Wenz - VCG)

Über 130 Teilnehmer konnte Claus Evels, ZKF-Vizepräsident und Vorsitzender des ZKF-Ausschusses Nutzfahrzeuge, Ende Februar auf dem ZKF-Caravantag 2024 begrüßen. Der fränkische Reisemobilhersteller im Luxussegment, Morelo, hatte nach Schlüsselfeld eingeladen. Gesamtvertriebsleiter Sven Stadthalter stellte das Unternehmen vor und verschaffte den Teilnehmern einen Einblick in die technischen Highlights der verschiedenen Produktlinien. Das erst 2010 gegründete Unternehmen stellt Luxusreisemobile in der Preisrange von 185.000 bis 850.000 Euro her.

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Je nach Kundenwunsch kann so ein Luxuswohnmobil auch mal mehr als eine Million Euro kosten. Morelo ist inzwischen der Marktführer im Luxussegment und erwirtschaftete 2023 einen Jahresumsatz von 167 Millionen Euro. Für dieses Jahr strebt das Unternehmen mit 465 Mitarbeitern (davon rund 280 in der Produktion) einen Jahresumsatz von etwa 200 Millionen Euro an. Die Franken vertreiben ihre Reisemobile über derzeit circa 50 Handelspartner, die auch Servicearbeiten für die Fahrzeuge anbieten. Darüber hinaus gibt es Servicebetriebe, die keinen Handel betreiben – hier ließ Stadthalter durchblicken, dass Morelo an weiteren Partnerschaften mit qualifizierten Caravan-Betrieben interessiert sei.

Claus Evels berichtete in seiner Begrüßung, dass es inzwischen 140 vom ZKF zertifizierte Caravan-Fachbetriebe gebe. Jeder dieser Betriebe arbeite durchschnittlich in diesem Bereich pro Jahr rund 100 Reparaturaufträge ab. Auch wenn die Neuzulassungen etwas nachließen, sei das Caravan-Geschäft ein interessantes Standbein und eine sinnvolle Erweiterung des Leistungsportfolios der ZKF-Mitgliedsbetriebe. Das gelte insbesondere für Zeiten, in denen die Fahrzeugbaubetriebe mit unplanbaren Auslieferungen der OEMs zu kämpfen hätten. Dies habe den einen oder anderen Betrieb an seine Liquiditätsgrenzen gebracht, führte Evels aus.

Tim Rüttgers, Referent Technik und Umwelt beim Caravaning Industrie Verband e. v. (CIVD), zeigte die Marktentwicklung im Bereich Caravan auf und welche Trends sich in diesem Geschäftsfeld abzeichnen. Er berichtete, dass die Kurve der Reisemobilzulassungen schon lange stetig ansteigen würde. 2007 habe es erstmals mehr Reisemobil- als Caravan-Zulassungen gegeben.

Derzeit sei der Markt zwar leicht rückläufig, was aber aufgrund des sehr hohen Zulassungsniveaus der vergangenen Jahre noch kein Problem darstelle. 2023 wurden in Deutschland insgesamt 90.365 Freizeitmobile (davon 68.469 Reisemobile) neu zugelassen. Dies entspricht einem Rückgang von 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtete Rüttgers. Allerdings scheint sich der Negativtrend fortzusetzen. Im Januar 2024 gab es 4.646 Freizeitmobil-Neuzulassungen, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Rückgang von 4,6 Prozent entspricht. Der Bestand an Freizeitmobilen ist laut Rüttgers in den vergangenen Jahren auf rund 1,5 Millionen Fahrzeuge angestiegen.

Auch technisch hatte der Caravantag wieder einiges zu bieten. So zeigten Michael Schäfer und David Kukies, Axalta Coatings Systems Germany, Reparaturmöglichkeiten für die Caravan-Außenhaut. Johannes Seiboldt, Schulungsreferent ZKF, erläuterte die Neuerungen bei des Gasanlagenprüfung G 607 und Patrick Lindner von der Niesmann Caravaning GmbH zeigte, wie Betriebe Klebverbindungen im Werkstattumfeld sicher hinbekommen.

Beachten Sie bitte auch unsere Berichterstattung zum Caravantag in der Ausgabe 6/2024 des Fachmediums »Fahrzeug+Karosserie«.  

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