Praxis-Tipp: VW-Motoren 1,8 und 2,0 TFSI Zum Fressen gern

Von Steffen Dominsky

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Es ist mit das schlimmste Szenario, das Technik zu bieten hat. Vor allem dann, wenn das Öl als Schmierstoff im Umlauf fließt. Wer einen VW-TFSI mit sattem Nockenwellenfresser auf den Tisch bekommt, fragt sich: „Woher kommt’s?“ Hier die Antwort!

Infolge Öldruckmangels versagt bei diesen Motoren die Schmierung; die Nockenwellenlager und oftmals auch die Ventile fressen, und der Zylinderkopf ist Schrott.(Bild:  Motoren Wild)
Infolge Öldruckmangels versagt bei diesen Motoren die Schmierung; die Nockenwellenlager und oftmals auch die Ventile fressen, und der Zylinderkopf ist Schrott.
(Bild: Motoren Wild)

Früher war alles besser. Das stimmt im Hinblick auf wassergekühlte VW-Motoren durchaus – wenn man sie nicht gerade unterdimensioniert in überladenen Bussen betrieb. Vier- und Fünfzylinder-Reihenmotoren aus Wolfsburg beziehungsweise Ingolstadt galten als ziemlich unkaputtbar. Das ist seit vielen Jahren anders, leider. Aktuelles Beispiel einer munteren Reihe von (konstruktionsbedingten) Schäden an diversen „EAs“, also Motoren des Konzerns: gefressene Nockenwellenlager beim EA888, sprich 1,8- und 2,0-Liter-TFSI-Aggregaten.

Fast sämtliche Lagerstellen haben gefressen, und nicht selten sind sogar die Ventile krumm. Auch sie liefen trocken, klemmten schließlich und bekamen letztlich eins von den Kolben verpasst. Damit ist klar: Der Kopf ist Schrott, der ganze Motor muss zerlegt und gereinigt werden.