Zusatzumsatz mit Fahrwerksvermessung

Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Mit der präventiven Fahrwerksvermessung will das Automotive Process Institute (API) den Werkstätten mehr Erträge im Service verschaffen.

Mit dem Geschäftsmodell für eine präventive Fahrwerksvermessung wendet sich das in Leipzig ansässigen Automotive Process Institute (API) an die Autohäuser. Der Ansatz des Unternehmens lässt aufhorchen: Der Einsatz neuer Technologien soll ohne Investitionen zu mehr Umsatz und Ertrag im Servicegeschäft führen.

Ein vollautomatischer und berührungslos arbeitender Roboter vermisst die Kundenfahrzeuge innerhalb von 5 Minuten und stellt den Einstell- oder Reparaturbedarf fest. Die Achsvermessung könne nach API-Angaben problemlos in die Direktannahme eingebunden werden und sei auch für die Gebrauchtwagenbewertung, Leasingrückläufer und „junge“ Gebrauchte einzusetzen.

Gebühr pro Nutzung

Die Fahrwerksvermessung erhalten die Autohaus-Kunden kostenfrei, denn in 72 bis 78 Prozent führe das Ergebnis zu einem Auftrag für die Fahrwerkseinstellung, haben die API-Spezialisten ermittelt. Den Vermessungsroboter stellt API zur Verfügung. Die Betriebe müssten lediglich die Aufbaukosten von rund 2.500 Euro tragen.

Pro Nutzung berechnet API zwischen 8 und 25 Euro Gebühr. Die Staffelung richtet sich nach der Einsatzhäufigkeit: Je fleißiger ein Kfz-Betrieb das Gerät einsetzt, desto preiswerter wird die API-Gebühr. Wartungs- bzw. Updatekosten gehen zulasten der Leipziger. Die Laufzeit beträgt mindestens 60 Monate.

Achsvermessung ist bisher unattraktiv

Bisher führt die „klassische“ Achsvermessung ein Nischendasein im Serviceangebot. Da mit gewöhnlichen technischen Mitteln eine Achsvermessung etwa 30 Minuten dauert, ist sie für Kunden und Autohaus wirtschaftlich gleichermaßen unattraktiv. Damit blieb bisher ein großes Umsatzpotential ungenutzt, denn nach Untersuchungen von API liegen rund 80 Prozent der Fahrzeuge mit ihren Fahrwerkseinstellungen außerhalb der Herstellervorgaben.

„Mit dem Einsatz unserer Geschäftsmodelle schaffen wir neue Einnahmequellen im Servicegeschäft, erschließen neue Kundengruppen und helfen dabei, bestehendes Servicegeschäft deutlich profitabler zu gestalten und das alles ohne Investitionen für unsere Kunden“, erklärt Jozsef Bugovics, der Gründer von API.

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