Kindersitztest Zwei Modelle fallen beim ADAC mit „mangelhaft“ durch

Von Andreas Grimm sp-x 2 min Lesedauer

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Zweimal zu viele Schadstoffe, einmal ein Strukturbruch – Kindersitze sollen eigentlich schützen. Zwei Modelle erfüllen diese Anforderungen derzeit nicht.

Der ADAC hat wieder Autokindersitze und Babyschalen getestet. Zwei Modelle sind komplett durchgefallen.(Bild:  ADAC)
Der ADAC hat wieder Autokindersitze und Babyschalen getestet. Zwei Modelle sind komplett durchgefallen.
(Bild: ADAC)

Den diesjährigen Kindersitztest des ADAC haben gleich zwei Modell nicht bestanden. Bereits vorab hatte der Autofahrerclub explizit vor dem Modell „Viaggio Twist + Base Twist“ des Herstellers Peg Perego gewarnt (für Kinder von 1 bis 4 Jahre). Beim Crashtest war der Stützfuß der Isofix-Basis gebrochen, zudem löste sich die Sitzschale bzw. brach das Kunststoffgehäuse der Basis. Im Ernstfall wäre mit einem hohen Verletzungsrisiko zu rechnen gewesen, hatte der ADAC Mitte April gewarnt. Nach Abschluss der Tests konstatiert der Verein nun auch noch eine zu hohe Schadstoffbelastung bei dem Modell.

Zu viele Schadstoffe führten ebenso zur Abqualifikation des zweiten Modells, des „Silver Cross Discover i-Size“, der damit das Schlusslicht unter den Modellen für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren ist. Ebenfalls bitter: Die beiden mangelhaften Modelle gehören preislich zur Oberliga. Das Viaggio-Modell hat einen Listenpreis von 520 Euro – der Testsieger in dieser Klasse, der „Cybex Sirona GI i-Size“, kostet 150 Euro weniger. Der Silver Cross kostet mit 199 Euro nur unwesentlich weniger als der „Avora Sora-Fix“ mit 240 Euro.

Im gesamten Testfeld erhielten übrigens 15 andere Testkandidaten die Note „gut“, sieben ein „empfehlenswert“.

Durchweg „gut“ mit Gesamtnoten zwischen 1,6 und 2,2 bewertete der ADAC die Babyschalen im Testfeld (für Kleinkinder bis maximal 1,5 Jahre). Bestes Modell in dieser Klasse ist der „Nuna Pipa Urbn“ mit der Note 1,6, der allerdings nur für maximal einjährige Kinder geeignet ist. Bei den Kleinkindersitzen bis 1,05 Meter (oder bis etwa 4 Jahre) schneiden der „Maxi-Cosi Mica 360 Pro“ und der „Cybex Sirona GI i-Size“ am besten ab und erhalten jeweils die Note 2,2. Bester Sitz für Kinder bis 1,50 Meter ist der „Avova Sora-Fix“. Bewertet wurden jeweils Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffgehalt.

„Der Test zeigt, dass es bei Kindersitzen erhebliche Qualitätsunterschiede gibt und nicht alle Modelle die hohen Anforderungen des ADAC-Verbraucherschutztests erfüllen“, heißt es in einer Mitteilung des Clubs. Eltern sollten Kindersitze daher nicht kaufen, ohne sich vorher gründlich zu informieren. Beim Kauf selbst sollten Kind und Auto mit dabei sein, um den Sitz in der Praxis zu testen. Der Sitz muss sich standfest einbauen lassen, alle Bedienelemente sollten gut erreichbar sein. Nach dem Kauf sollte der Sitz regelmäßig an das Größenwachstum seines Insassen angepasst werden.

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