Öl- und Antriebsverlust Zwei Rückrufe für den Kia Stinger

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Bei der Topmotorisierung könnte der Schmierstoff mit heißen Auspuffkomponenten in Kontakt kommen, der Einstiegs-Benziner könnte während der Fahrt absterben. Über 3.000 Limousinen müssen in deutsche Vertragsbetriebe.

Der Kia Stinger muss in die Werkstatt.(Bild:  Schweitzer/»kfz-betrieb«)
Der Kia Stinger muss in die Werkstatt.
(Bild: Schweitzer/»kfz-betrieb«)

Für den Kia Stinger laufen aktuell zwei Rückrufaktionen. Die größere für weltweit rund 70.000 Einheiten (darunter auf anderen Märkten auch das Modell K9) betrifft in Deutschland 2.912 Exemplare mit dem 3,3-Liter-Ottomotor aus dem Bauzeitraum 24. November 2016 bis 7. März 2023. „Mit der Zeit kann sich die Ölzufuhrleitung und Schlauchbaugruppe des linken Turboladers durch Strahlungswärme vom Auspuffkrümmer abnutzen“, begründete ein Sprecher der Deutschlandzentrale die Aktion mit der internen Kennung „241039“.

Durch eine solche Abnutzung bestehe die Möglichkeit des Auftretens von Öllecks, „was in Gegenwart heißer Auspuffkomponenten zu einem möglichen thermischen Zwischenfall im Motorraum während der Fahrt führen könne“, wie es der Sprecher formulierte. Daher werde die betroffene linke Ölzufuhrleitung und Schlauchbaugruppe des Turboladers ersetzt. „Der Zeitaufwand für die Durchführung der Arbeiten beträgt ca. 3,5 Stunden. Für den kompletten Werkstattablauf, einschließlich Fahrzeugannahme und -rückgabe, sind jedoch bis zu 4,5 Stunden einzuplanen“, kündigte er an.

Auch der zweite Rückruf ist auf eine bestimmte Motorisierung eingegrenzt, und zwar auf die Stinger-Versionen mit dem Zweiliter-Benziner. Eine Fehlausrichtung des Kraftstoffsteuerventilkolbens in der Hochdruck-Kraftstoffpumpe könne zu einem ungleichmäßigen Verschleiß führen, so dass der Kolben in einem offenen Zustand stecken bleibt. „Wenn der Kolben in diesem offenen Zustand stecken bleibt, kann es zu einem Überdruck in der Hochdruck-Kraftstoffpumpe und möglicherweise zu einem Verlust der Antriebsleistung beim Fahren bei Autobahngeschwindigkeiten kommen“, hieß es.

Alle betroffenen Fahrzeuge würden daher eine Inspektion der Hochdruck-Kraftstoffpumpe erhalten und, falls eine Fehlausrichtung des Kolbens festgestellt werde, einen Ersatz. Darüber hinaus werde die Softwarelogik der Motorsteuereinheit aktualisiert, um bei Auftreten des Defekts einen Verlust der Antriebsleistung während der Fahrt zu verhindern. Der maximale Zeitaufwand hierfür liegt im Bereich der ersten Abhilfemaßnahme. Der Rückruf trägt den Herstellercode „241077“, der weltweit für über 38.300 koreanische Schrägheck-Limousinen gilt. Davon sind allerdings nur 260 Exemplare aus dem Produktionszeitraum 5. Dezember 2016 bis 4. April 2023 in Deutschland gemeldet.

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