Ineos Zweite Baureihe nach dem Grenadier wird elektrisch

Von Andreas Grimm

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Noch sind die ersten Modelle gar nicht ausgeliefert, doch schon dreht Ineos-Chef Jim Ratcliffe an der Spannungsschraube: Das Modell Grenadier wird keine Eintagsfliege bleiben.

Jim Ratcliffe, der Gründer von Ineos Automotive, will eine zweite Baureihe entwickeln und dann auch regenerativ antreiben.(Bild:  Ineos)
Jim Ratcliffe, der Gründer von Ineos Automotive, will eine zweite Baureihe entwickeln und dann auch regenerativ antreiben.
(Bild: Ineos)

Kaum ist der Ineos Grenadier bestellbar, macht Firmenchef Jim Ratcliffe klar, dass er das Thema Geländewagen weiterspinnen will. In einem Video kündigte er eine zweite, elektrifizierte Baureihe von Ineos Automotive an. Tichtig konkret wurde Ratcliffe, im Hauptamt Chef des Chemiekonzerns Ineos, allerdings noch nicht.

Ineos Grenadier: Wieder richtig ins Gelände
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Fakt ist, dass Ineos bereits das Thema Wasserstoffantrieb als Zukunftstechnologie untersucht. Bereits im Oktober 2021 hatte Ratcliffe eine künftige Ausstattung des ersten Modells Grenadier mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle ins Spiel gebracht. Ziel sei eine Reichweite, für die einst „der Land Rover Defender der alten Schule geboren wurde“. Ein entsprechendes Konzeptfahrzeug soll Ende dieses Jahres mit ausgiebigen Tests im Gelände beginnen. „Das Konzept des Grenadier ist perfekt für den Wasserstoffantrieb“, betonte er nun.

Große Reichweiten im Gelände sieht Ratcliffe batterieelektrisch derzeit nicht umsetzbar. Davon abgesehen ist sein Chemie-Unternehmen in der Wasserstoffgewinnung stark engagiert. Gleichzeitig sieht er aber die Welt im Wandel: Man müsse die Zukunft annehmen und entsprechende Antriebskonzepte anbieten – unter anderem eben batterie-elektrische Antriebe für Einsätze jenseits des unwegsamen Geländes. Derzeit wird der Grenadier von Verbrennungsmotoren angetrieben, die BMW zuliefert.

Seinen Aussagen zufolge soll das vollelektrische Modell eine kleine Version des Grenadier werden. Der kleinere Ineos solle sich die Charakteristik als Arbeitstier mit entsprechenden Off-Road-Fähigkeiten erhalten. Doch auch für den Grenadier selbst entwickelt der Hersteller bereits Derivate. Neben dem klassischen Fünfsitzer wird es den Geländewagen künftig auch als Pick-up geben sowie als Modell mit langem Radstand und auch mit großer Ladefläche („Station Wagon“).

Gebaut werden soll der zweite Ineos im firmeneigenen Werk im nord-lothringischen Hambach, dem ehemaligen Smart-Werk. Daten zu Markt- und Produktionsstart nannte das Unternehmen zunächst nicht. Das Bekenntnis zur zweiten Baureihe soll aber die Langfristigkeit unterstreichen, mit der sich Ineos im Automotive-Sektor engagieren will.

Hintergründe zu Ineos und dem Grenadier:

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