FAS-Kalibrierung
Zwischen teurer Technik und zäher Praxis
Anbieter zum Thema
Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Technik zur Kalibrierung ist bei der Hälfte der freien Werkstätten vorhanden, doch Routine, Schulung und Auslastung hinken hinterher. Zwischen Anspruch und Realität klafft also eine Lücke – und einige Betriebe zeigen dabei grobe Nachlässigkeit, die gefährliche Folgen haben kann.
Die Zahlen klingen zunächst ermutigend: Rund die Hälfte der freien Werkstätten hat mittlerweile in ein FAS-Kalibrierungssystem investiert. Ein beachtlicher Anteil, der zeigt, dass die Branche das Thema durchaus ernst nimmt. Doch eine aktuelle Sonderauswertung des Branchenindex (BIX) zeigt: Zwischen Investition und praktischer Anwendung klafft noch eine beträchtliche Lücke. Im Juli 2025 wurden dazu jeweils 100 Vertragspartner und 100 freie Werkstätten befragt.
Diese Lücke wird besonders deutlich, wenn man sich die Nutzungsintensität ansieht. Mehrere Tausend Euro kostet ein Kalibrierungssystem – eine durchaus substanzielle Investition für kleinere Betriebe. Umso erstaunlicher ist es da, dass die große Mehrheit der ausgerüsteten Servicebetriebe ihre teuren Geräte nur bei einem Bruchteil ihrer Aufträge einsetzt. Die Autohäuser machen es anders und nutzen ihre Ausrüstung spürbar intensiver. Der Grund dürfte in erster Linie in der unterschiedlichen Kundenstruktur liegen: Während Vertragshändler in der Regel jüngere Fahrzeuge betreuen, haben es freie Werkstätten mit einem deutlich heterogeneren Fahrzeugbestand zu tun – und nicht alle brauchen regelmäßig eine Kalibrierung.
-
4 Wochen kostenlos testen
-
Danach 17,90 € / Monat
-
Jederzeit kündbar
Sie haben bereits ein Konto? Hier einloggen