Jubiläum 60 Jahre Frank Fahrzeugbau

Von Steffen Dominsky 2 min Lesedauer

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Nach sechs Jahrzehnten des Bestehens feierte Frank Fahrzeugbau am 25. Mai in Markranstädt Jubiläum. Zugleich war das die erste Nutzung der kurz zuvor fertiggestellten Multifunktionshalle, in der fortan Fahrzeuge ausgeliefert, Weiterbildungen durchgeführt, Teile gelagert und historische Fahrzeuge präsentiert werden.

Frank Fahrzeugbau feierte am 25. Mai 60 Jahre des Bestehens und den Neubau der Multifunktionshalle. Das Fahrzeug im Vordergrund ist ein MAF, der in der Kleinstadt nahe Leipzig gefertigt wurde. Das Kürzel steht für Markranstädter Automobilfabrik.(Bild:  Diehl – VCG)
Frank Fahrzeugbau feierte am 25. Mai 60 Jahre des Bestehens und den Neubau der Multifunktionshalle. Das Fahrzeug im Vordergrund ist ein MAF, der in der Kleinstadt nahe Leipzig gefertigt wurde. Das Kürzel steht für Markranstädter Automobilfabrik.
(Bild: Diehl – VCG)

Mit der Schmiedepolka, deren Takt Klaus Frank eigenhändig auf dem Amboss schlug, eröffnete der Seniorchef die Jubiläumsfeier. Was manche Gäste womöglich für einen netten Gag hielten, hatte einen beruflichen Hintergrund. Denn Klaus Frank erlernte vor seinem Fernstudium der Fachrichtung Fahrzeugtechnik den Beruf des Schmieds im Fahrzeugbau. Zur Jubiläumsfeier am 25. Mai begrüßten er und seine Familie rund 600 Gäste.

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Gefeiert wurde in der erst kurz zuvor fertiggestellten Multifunktionshalle, die sich, ebenso wie der Hauptbetrieb, im Markranstädter Gewerbegebiet Frankenheim befindet. Zwischen beiden Immobilien liegen nur wenige hundert Meter. Fahrzeuge ausliefern, Weiterbildungen durchführen, Teile lagern und historische Fahrzeuge präsentieren – das sind die Nutzungszwecke der neuen Halle. Hinzu kommen zwei integrierte Wohnbereiche, die Fernfahrern zur Verfügung stehen, deren Fahrzeugreparaturen nicht am selben Tag fertiggestellt werden können. Die Dachkonstruktion des Neubaus ist für die Aufnahme einer Photovoltaikanlage ausgelegt.

Die 1.045 Quadratmeter umfassende Halle steht auf einem 6.000 Quadratmeter großen Grundstück, das vollständig videoüberwacht ist. Sämtliche Hallenbereiche sind mit einer Einbruchmeldeanlage versehen.

Wiewald-Anhänger waren DDR-weit bekannt

Zur Unternehmenshistorie: 1964 übernahm der heutige Seniorchef von seinem Großvater Max Wiewald den damals DDR-weit bekannten, gleichnamigen Anhängerbauer. Der Enteignungswelle von 1972 entging das Unternehmen. Jedoch hatten nun „Reparaturen und Dienstleistungen für die Bevölkerung“ im Fokus zu stehen. Zuvor verließen nahezu ausschließlich Fahrzeugneubauten, vor allem Sonderanfertigungen, das nur 2.000 Quadratmeter große Firmengelände in der Leipziger Innenstadt.

Dennoch gelang es in den Achtzigerjahren, unter anderem Anhänger für 20-Fuß-Container zu entwickeln und zu fertigen. Bereits zuvor, genauer 1979, wurde Frank Fahrzeugbau Vertragswerkstatt für Anhänger von Ackermann-Fruehauf, mit denen die Spedition Deutrans den sogenannten Interzonen-Verkehr abwickelte. Damit verbunden waren Kontakte auch zu Zulieferern wie BPW und Wabco, Erwerb von Spezialwerkzeugen und Prüfgeräten eingeschlossen.

Kurz nach der friedlichen Revolution 1989 gründete Klaus Frank ein zweites Unternehmen, die Frank & Sohn Fahrzeugteile Leipzig GmbH, um den eigenen Betrieb und Geschäftskunden mit Ersatzteilen zu versorgen – zunächst noch gegen DDR-Mark. Der Bau der 22.500 Quadratmeter umfassenden Immobilie in Markranstädt startete 1993. Seither kamen der Motorenbau als zusätzliches Geschäftsfeld, eine Niederlassung in Chemnitz und der Kauf eines weiteren Grundstücks in Markranstädt hinzu. Auf diesem steht nun die neue Multifunktionshalle.  

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