Krafcik (zur Aussage Marchionnes: „Manche OEMs gehen temporäre Kooperationen ein. Bislang mit traurigen Ergebnissen.“):
„Solche Geschäfte liefern vielleicht halbwegs akzeptable Margen und gehen als kleine Erfolge durch, aber sie lösen nicht das gesamte Problem. Wenn man sich nicht absolut einig ist und denselben Plan verfolgt, um innerhalb von drei oder vier Jahren einen Synergieeffekt bei diesen wahnsinnig teuren Produktionsabläufen zu erreichen, wird man nie bleibenden Erfolg haben. Man geht eine Menge taktischer Deals ein, die kleine Baustellen schließen, aber letztendlich nicht die gesamte Struktur verbessern.“
?Bob Lutz: „Sehe ich ganz genauso. Deswegen nahm General Motors einst das Angebot von Carlos Ghosn, der Allianz beizutreten, nicht an – ganz einfach, weil einer in der Verantwortung stehen und sagen muss, 'Nein, wir werden nicht eure Plattform verwenden. Wir werden diese andere hier nehmen.' Einer muss die Fähigkeit besitzen, die Pessimisten auszuschalten. Weil nun mal in jeder Firma jeder sein Revier markiert und seinen eigenen Job schützt.“
Andy Palmer: „Das meiste Geld zieht die Industrie aus dem Premium-, dem Luxus- und dem Einstiegssegment. In der Mittelklasse gibt es fast nichts zu holen. Dort muss man den Vorschlaghammer rausholen, um die Skaleneffekte durch eine vollständige Fusion, bei der nur ein Mann in der Verantwortung steht, zu erreichen. Meiner Meinung nach hat Sergio damit absolut recht.“
(ID:43544455)