Bob Lutz (zur These Marchionnes: „Fusionen scheitern am Stil und den Fähigkeiten der Führungsriegen.“):
„Einer der Gründe für das Scheitern von Fusionen ist das Fehlen von wirklich starken Führungspersönlichkeiten. Daran scheiterte beispielsweise BMW bei der Rover-Übernahme. Die fuhren dorthin und ließen sich von den Austin-Rover-Leuten Dinge erzählen wie: ‚Uns geht es gut. Wir haben nur gerade kein Geld mehr. Alles, was wir brauchen, ist eine kleine Kapitalspritze und da kommt ihr ins Spiel.‘ Bei BMW dachte man sich ‚Toll, das wird einfacher als gedacht.‘ Letztendlich wurde die Sache zur riesigen Geldvernichtung. So etwas darf nicht passieren. Man braucht Persönlichkeiten wie Lee lacocca oder Carlos Ghosn, die ganz klar sagen: ‚So läuft das Ganze ab.‘ Ohne Impulse von oben erreicht man nichts. Oder hat jemand aktuell etwas von der GM-Peugeot-Allianz gehört?“
?Bob Lutz: „Ich würde der Aussage widersprechen, dass [eine Fusion] zurzeit keinen Sinn macht. In einer Zeit, in der man nicht unter Druck steht und alle Optionen hat, lassen sich strategische Züge gut planen. Wenn man sich in großen Schwierigkeiten befindet und das Geld knapp wird, ist es zu spät. Eines unserer Probleme bei GM in den Jahren 2007 und 2008 war, dass uns die Optionen ausgingen.“
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