Altreifenverwertung 87.000 Tonnen Reifen verschwunden

Von Malika Matkarimova 1 min Lesedauer

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Das Reifenrecycling in Deutschland gerät ins Wanken. Laut einer Statistik des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie (WDK) fehlen 87.000 Tonnen Altreifen – eine alarmierende Zahl. Doch wo sind sie hin?

Laut der Statistik des WDK zur Altreifenverwertung in Deutschland 2023 – Stand September 2024 – stehen bemerkenswerte 504.000 Tonnen Altreifen zur Weiterverwendung und Verwertung bereit, wobei jedoch 87.000 Tonnen fehlen.(Bild:  Rosenow – VCG)
Laut der Statistik des WDK zur Altreifenverwertung in Deutschland 2023 – Stand September 2024 – stehen bemerkenswerte 504.000 Tonnen Altreifen zur Weiterverwendung und Verwertung bereit, wobei jedoch 87.000 Tonnen fehlen.
(Bild: Rosenow – VCG)

Der Recyclingtrend bei Altreifen in Deutschland setzt sich nach wie vor fort. Doch aktuelle Zahlen werfen Fragen auf. Laut einer Erhebung des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie (WDK) fehlen 87.000 Tonnen Altreifen, die spurlos verschwunden sind. Diese Zahl wurde im Rahmen der Altreifenstatistik für 2023 erstmals festgestellt, wie Stephan Rau, technischer Geschäftsführer des WDK, erklärte.

Der Verband vermutet, dass diese Mengen vermehrt in Nicht-EU-Länder exportiert werden, um dort unter fragwürdigen Bedingungen verwertet oder sogar verbrannt zu werden. Dabei zeigt der langfristige Trend, dass die thermische Verwertung von Altreifen, also ihre Verbrennung zur Zementherstellung, in den letzten 25 Jahren in Deutschland stark zurückgegangen ist und inzwischen unter 25 Prozent liegt.

Dennoch macht der Verband darauf aufmerksam, dass der Rückgang der Altreifenmengen auf dem deutschen Markt den Recyclingsektor zunehmend vor Herausforderungen stellt. „Seit mehreren Jahren fordern wir vom Gesetzgeber eine mengenmäßige und transparente Erfassung der Altreifenströme“, betont Rau. Nur so könne sichergestellt werden, dass Altreifen umweltgerecht recycelt oder wiederverwendet werden.

Der Verband fordert, dass Altreifen ausschließlich von zertifizierten Entsorgern gesammelt und nach ihrem Verwendungszweck vorsortiert werden. Dies würde eine nachhaltige Nutzung der Reifen gewährleisten – sei es durch Reparatur, Runderneuerung oder als Rohstoffquelle für das stoffliche oder chemische Recycling. Auch die Allianz Zukunft Reifen (Azur) unterstützt diesen Vorstoß.

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